Dienstag, den 02.07.13 16:50

aus der Kategorie: Mobilfunk

Mobilfunk: Neue Frequenzversteigerung für 2014 geplant

Die Bundesnetzagentur will in einem Vorstoß neue Frequenzen im 700 MHz- und 1500 MHz-Band für den Mobilfunk freigeben und an die Netzbetreiber versteigern. Gleichzeitig sollen die am 31. Dezember 2016 auslaufenden Lizenzen für die GSM-Bänder 900 MHz und 1800 MHz ebenfalls versteigert werden. Die Versteigerung aller Frequenzen soll möglichst schon 2014 beginnen, und damit schon vor der 2015 anstehenden World Radio Conference.

Frequenzreserve für alle Netzbetreiber

Für die aktuell vier Netzbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 sollen im Zuge der Versteigerung der aktuell genutzten GSM-Frequenzen eine Frequenzreserve im 900 MHz-Band von jeweils 2 mal 5 MHz (gepaart) zur Verfügung gestellt werden. Diese sollen eine flächendeckende Versorgung bei der Sprachtelefonie sicherstellen.

Da die vier Netzbetreiber allerdings einen höheren Frequenzbedarf angemeldet haben, als in den Bereichen 900 MHz und 1800 MHz zur Verfügung stehen, können die bestehenden Lizenzen nicht verlängert werden, sondern werden versteigert. Zur Verbesserung der Planungssicherheit der bestehenden Netzbetreiber erfolgt dies zusammen mit der Versteigerung der Frequenzen im 700 MHz- und 1500 MHz-Bereich. Wie bei der Frequenzversteigerung 2000 könnten theoretisch auch neue Netzbetreiber hinzukommen.

BundesnetzagenturAllerdings führte die UMTS-Frequenzversteigerung im Jahre 2000 zu hohen Lizenzkosten für die Netzbetreiber, so dass der Netzaufbau behindert wurde und die Neueinsteiger Quam und Mobilcom daran letztendlich scheiterten. Dies befürchten auch die aktuellen Netzbetreiber und somit eine Behinderung des Breitbandausbaus. Die Breitbandziele der Bundesregierung sehen eine Versorgung von 75 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 MBit/s Bandbreite bis 2014 und eine flächendeckende Versorgung mit dieser Bandbreite bis 2018 vor.

Konfliktpotential im 700 MHz-Bereich

Besonderes Konfliktpotential ist besonders im auch als Digitale Dividende II bezeichneten 700 MHz-Bereich zu erwarten, da diese Frequenzen vom terrestrischen Digitalfernsehen und dem Behördenfunk genutzt werden, teilweise mit bis zum Jahr 2025 laufenden Lizenzen. Insbesondere die ARD kündigte Widerstand gegen die weitere Beschneidung von DVB-T-Frequenzen zugunsten des Mobilfunks an. Das Internet kann die TV-Versorgung via DVB-T nicht ersetzen, so der Vorsitzende der Produktions- und Technikkommission von ARD und ZDF, Michael Rombach. Auch die ProSiebenSat.1-Gruppe fordert von der Bundesregierung, auf die erneute Beschneidung des DVB-T-Frequenzbereiches zu verzichten.


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