Montag, den 16.09.13 10:05

aus der Kategorie: Vodafone

Vodafone Datenklau: Auch Vodafone Ex-Kunden betroffen

Der Diebstahl von 2 Millionen Kundendaten beschäftigt weiterhin Staatsanwaltschaft und Medien. Neben Bestandskunden sind vom Datendiebstahl auch Vodafone Ex-Kunden betroffen. Trotz der Festnahme eines Tatverdächtigen, tauchte am Freitag ein Bekennerschreiben zum Datendiebstahl einer Hacker-Gruppe auf.

Daten auch von EX-Kunden betroffen

Nicht nur Vodafone Bestandskunden sind vom Datenklau betroffen, sondern auch Ex-Kunden des Düsseldorfer Mobilfunkanbieters, wie ein Nutzer in unserem Forum bestätigt. Möglich macht dies ein Paragraph des Telekommunikationsgesetzes bzw. des Bundesdatenschutzgesetzes.

Speicherung bis zum nächsten Kalenderjahr

Das Telekommunikationsgesetz besagt unter dem § 95 Vertragsverhältnisse: „Endet das Vertragsverhältnis, sind die Bestandsdaten vom Diensteanbieter mit Ablauf des auf die Beendigung folgenden Kalenderjahres zu löschen. § 35 Abs. 3 des Bundesdatenschutzgesetzes gilt entsprechend.“

vodafone-logoKlage von Ex-Kunden aussichtlos?

Wurde beispielsweise ein bestehendes Vertragsverhältnis zum 31. Januar 2012 gekündigt, so müssen die Kundendaten erst zum 31.12.2013 aus der Datenbank gelöscht werden. Eine mögliche Klage von EX-Kunden  gegen Vodafone ist somit aussichtlos, es sei denn, das Vertragsverhältnis wurde bereits vor dem 1. Januar 2012 beendet.

Hacker-Angriff am 5. September entdeckt

Obwohl die Öffentlichkeit erst am 12. September über die Entwendung von Daten informiert wurde, erfolgte der Hacker-Angriff bereits am 5. September. Die Justizbehörden hatten Vodafone gebeten, aus ermittlungstaktischen Gründen zuvor keine Information an die Öffentlichkeit zu geben, um die Tat schneller aufklären zu können. Am 11. September 2013 verfasste dann die Vodafone Geschäftsführung ein millionenfaches Schreiben (s.u.) an die Betroffenen.

Bekennerschreiben entlastet Tatverdächtigen

Die Polizei hat mit dem Düsseldorfer Diplom-Informatiker Burkhard B. bereits einen externen Mitarbeiter als Tatverdächtigen im Visier. Am Freitag ging jedoch bei Vodafone und der Staatsanwaltschaft ein Bekennerschreiben der Hacker-Gruppe „Team_L4w“ ein. In diesem wird Burkhard B. entlastet, die Gruppe soll den Computer des Mitarbeiters manipuliert haben. Neben Name, Anschrift, Geschlecht, Geburtsdatum und Bankdaten sollen laut dem Schreiben auch Handynummern und der Betreuungsstatus einiger Kunden abgegriffen worden sein.

Vodafone geht von Trittbrettfahrern aus

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf überprüft derzeit das Bekennerschreiben. Nach Angaben der Vodafone Pressestelle seien aber die im Schreiben gemachten Angaben falsch. Weder Mobilfunknummern noch der Betreuungsstatus sei beim Angriff entwendet worden. Vodafone geht daher von Trittbrettfahrern aus.

vodafone-anschreiben


Silke B.

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