Sonntag, den 17.11.13 16:30

aus der Kategorie: Ratgeber & Tipps

Datenschutz: Die Macht der mobilen Apps (Teil 3)

In den vergangenen beiden Wochen berichteten wir bereits über die Macht der Kundenkarten und die Gefahren beim Online-Einkauf. Der letzte Teil unseres Ratgebers widmet sich einem häufig genutzten Alltagsgegenstand – dem Smartphone.

Handys und Smartphones als Alltagsgegenstand

Smartphones und Tablets stellen für viele Personen einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand dar. In vielen Fällen ersetzen diese modernen Endgeräte sogar einen Computer. Die Computerindustrie hat mit starken Absatzproblemen zu kämpfen. Der weltweite SMS-Versand nahm trotz Diensten wie WhatsApp weiter zu. Die rekordverdächtigen Umsätze der Platzhirsche Samsung und Apple bestätigen den mobilen Trend einmal mehr. Trotz aller Beliebtheit muss sich jeder Nutzer im Klaren sein, dass er Spuren im Internet hinterlässt.

Teil 3: Die Macht der mobilen Apps

Ein Smartphone oder Tablet ohne Apps ist wie ein Auto ohne Treibstoff. Die Stores von Google und Apple bieten Millionen von mobilen Apps an. Viele dieser Apps sind kostenlos und werden ohne Überlegung auf das mobile Endgerät geladen. Dabei gewähren wir den Programmen oft Zugriffe, die gar nicht zur Nutzung nötig sind. Diese „blinde“ Installation führt zu einer stattlichen Ansammlung von Daten. So gewähren wir einfachen Spielen Zugriff auf unser SMS-Postfach, Adressbuch, erlauben den Versand kostenpflichtiger Mitteilungen, sammeln GPS-Daten und greifen auf soziale Dienste wie Facebook und Co zu.

Location Based Services (LBS)

Es gab und gibt immer wieder neue Trends, um Nutzer zur Kommunikation zu bewegen. Location Based Services stellen seit geraumer Zeit einen neuen Trend dar, der langsam auch in Deutschland Einzug findet. LSB gilt momentan als recht kreatives Marketinginstrument und auch Geschäftsmodell vieler Firmen. Durch LBS lassen sich via Handynetz, GPS, WLAN und Bluetooth Standorte genau definieren. Der Anbieter eines solchen Dienstes weiß nun immer, wo man sich gerade aufhält.

Augmented Reality HalltstellenLBS-Dienste können tatsächlich einen Mehrwert darstellen. Es gibt Apps wie Foursquare (Google Play und iTunes), die beispielsweise regionale interessante Orte für die Allgemeinheit zugänglich machen, basierend auf Empfehlungen anderen Nutzer, Freunde und Bekannte. Auch die Deutsche Bahn bietet einen lohnenden Dienst an. Über die App DB-Navigator (Google Play und iTunes) ermöglicht gerade für ortsunkundige Touristen eine echte Alternative zum Stadtplan an – Augmented Reality. Über die Kamera des mobilen Endgerätes erfasst die App den Standort und zeigt gleich den Weg zum nächsten Bahnhof oder der nächsten Station an. In der Schweiz entwickelt die größte Universität in Zusammenarbeit mit einigen Veranstaltern eine neue Form von LSB, basierend auf Unterhaltung und Lifestyle.

Datenschutz: Was passiert mit den Daten?

Der Datenschutz ist auch für diese moderne Art der Kommunikation wichtig. Doch was passiert mit den Daten? Der Aufwand der Analyse ist hoch, nicht jedes Unternehmen wertet diese bis ins Detail aus. Es gibt in der Tat fragwürdige Aktionen, die von einigen Firmen gestartet werden. Die Masse der Nutzer schaltet WLAN und Bluetooth am Handy nicht aus. In der Vergangenheit gab es Briefkästen, Werbesäulen oder einfach Scanner am Eingang eines Geschäftes, die genau auf diese Funklösungen zugreifen. Auch Google scannte damals bei der Erfassung für Street View WLAN-Netze einiger Bürger.

Gab man der App bei der Installation die nötigen Rechte, so ist die Weiterverarbeitung im gesetzlichen Rahmen möglich. Hier helfen nur noch ein Löschen der App und der Kontakt zum Anbieter. Auf Wunsch kann man Einsicht in die gespeicherten Daten verlangen und teilweise eine Löschung veranlassen.

Beeinflussung des Kunden

Alle gesammelten Daten haben ein Ziel, den Kunden in Hinsicht auf sein Verhalten zu beeinflussen. In vielen Fällen klappt das wunderbar, auch Wissenschaftler vom Fach verfallen diesen Mechanismen. Auch hier gibt es neue Forschungsmethoden, die eine direkte Stimulation des Hirns ermöglichen sollen. Verkehrsbetriebe statten ihre Fahrzeuge mit neuen Scheiben aus, durch welche sich Impulse leiten lassen. In den frühen Morgenstunden lehnen viele Fahrgäste in Fensternähe den Kopf aus Gründen der Müdigkeit an das Fenster und empfangen so „positive, unterschwellige“ Signale. Die Basis der Informationsquellen entstammt Befragungen, Apps und natürlich auch dem, der Geld für die Verbreitung einer Information bezahlt. Auch der Spiegel berichtete erst kürzlich über ein ähnliches Projekt bei der Deutschen Bahn.

Fazit Datenschutz

Im heutigen Zeitalter ist der Schutz der eigenen Daten sehr schwierig. Ein kompletter Schutz ist praktisch nicht mehr möglich, Gesetze werden zu spät erlassen und angepasst. Jeder Nutzer ist für den Schutz seiner Daten verantwortlich. Deutschland gilt weltweit als das Land, welches am wenigstens auf seine Daten achtet. Es wird immer wieder neue Methoden geben, um an Daten zu gelangen. Die Kunden sind überreizt und sind für Informationen nur noch schwer zugänglich geworden.

Jedoch muss keiner in Paranoia verfallen. Eine gesunde Mischung führt zum Ziel, niemand muss jedem Trend folgen.


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