Donnerstag, den 05.12.13 11:25

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Telekom: VZ Sachsen mahnt LTE-Drosselung ab, Telekom reagiert

Die Telekom ist erneut ins Visier der Verbraucherschützer geraten. Erst kürzlich entschied das Landesgericht Köln, dass eine Flatrate nicht gedrosselt werden darf. Daraufhin reagierte die Telekom und nimmt ab 5. Dezember alle Drosselungen aus seinen DSL-Verträgen. Nun mahnt die Verbraucherzentrale Sachsen die Telekom wegen einer LTE-Drossel ab.

Telekom: Abmahnung wegen LTE-Drossel

Die Telekom kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht raus. Das Thema um die leidige Drosselung von Bandbreiten beschäftigt das Bonner Unternehmen scheinbar nachhaltig. Der Tarif „Call & Surf Comfort via Funk“ gerät ins Visier der Verbraucherzentrale Sachsen. Die VZ Sachsen mahnt die unzulässige Drosselung des Tarifes ab und fordert bis zum 11. Dezember 2013 eine Unterlassungserklärung.

Unangemessene Benachteiligung von Verbrauchern

Gegenstand der Abmahnung ist die unangemessene Benachteiligung von Verbrauchern, „weil er eine Geschwindigkeitsdrosselung nach Verbrauch eines bestimmten Surfvolumens vorsieht“, so Dr. Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Abmahnung Gericht Urteil

© Gina Sanders – Fotolia.com

LTE-Drossel im Detail

Die Telekom bewirbt ihre Tarife Call & Surf Comfort via Funk als echte DSL-Alternative. Der geneigte Kunde hat die Wahl aus den drei Tarifen S, M und L. Diese sind für 34,95 Euro, 39,95 Euro und 49,95 Euro erhältlich. Dafür verspricht die Telekom 16 Mbit/s und 10 GB Volumen, 50 Mbit/s und 15 GB Volumen oder 100 Mbit/s und 50 GB Volumen. Nach Ausschöpfung des jeweiligen Volumens wird die Geschwindigkeit auf 384 kbit/s gedrosselt.

Eingeschränkte Rechte der Nutzer

Die Drosselung auf 384 kbit/s schränkt die sinnvolle Nutzung des Anschlusses deutlich ein. Vertragliche Rechte können nicht mehr relevant in Anspruch genommen werden. Die Telekom hat nun bis zum 11. Dezember Zeit, eine Unterlassung abzugeben. Eine solche Absenkung der Geschwindigkeit  versprüht bei dem Verbraucher nur den Eindruck blumiger Werbeversprechen.

Begriff Flatrate entfernt

Die Telekom reagierte bereits auf die Abmahnung und entfernte den Begriff Internet-Flatrate. Ob die Telekom die Unterlassung abgibt und von allen Tarifen den Begriff Flatrate entfernt, bleibt offen. Sollte sie sich weigern, droht eine erneute Klage vor Gericht. Spannend bleibt auch die Frage, wie die Telekom die Angelegenheit mit Bestandskunden regelt. Womöglich könnten diese ihren LTE-Tarif auf Wunsch verlassen, oder Klage vor Gericht einreichen.

Call & Surf via Funk

Begriff Internet-Flatrate entfernt


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