Samstag, den 21.12.13 13:00

aus der Kategorie: Hardware

Einheitliches Notebook-Ladekabel soll Elektroschrott eindämmen

Bereits seit einigen Jahren sind einheitliche Ladekabel für Mobilfunkgeräte üblich.  Zwar ist die gemeinsame Nutzung des MicroUSB-Anschlusses lange Zeit nur eine freiwillige Lösung der einzelnen Hersteller gewesen, mittlerweile greifen allerdings fast alle auf den einheitlichen Stecker zurück. Einen ähnlichen Vorstoß soll es ab 2014 auch bei den Ladekabeln für Notebooks und Laptops geben. Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) will sich ab Anfang nächsten Jahres auf einen gemeinsamen Anschluss verständigen.

Ladekabel-Dschungel eindämmen

Nutzer elektronischer Geräte kennen das Problem. Jedes Modell nutzt einen eigenen Ladeanschluss und oftmals auch ein eigenes Ladekabel, der dadurch entstehende Wust an verschiedenen Steckern und Kabeln in den Schubladen deutscher Haushalte ist oft enorm. Geht ein Gerät kaputt und wird durch ein anderes Modell ersetzt, wird oftmals auch das bis Dato genutzte Ladegerät unnütz und passt schlichtweg nicht mehr an den neuen Anschluss. Nachdem dieser Ladekabel-Dschungel bereits seit 2009 durch die Einführung des einheitlichen MicroUSB-Anschlusses bei Handys und Smartphones eingedämmt wurde, soll eine ähnliche Anpassung nun auch bei Notebooks und Laptops folgen.

IEC Technical Specification 62700

Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) plant, Anfang 2014 die neuen Spezifikationen für den einheitlichen Anschluss unter der Bezeichnung „IEC Technical Specification 62700: DC Power supply for notebook computer“ zu veröffentlichen. Diese soll genauere Details über das neue Ladekabel enthalten und einen Großteil aller Laptops und Notebooks abdecken. In den neuen Spezifikationen sind dann nicht nur Details über den Anschluss selbst, sondern auch über Ladegeräte und Sicherheitsaspekte festgehalten.

Ab 2014 könnten auch für Laptops und Notebooks einheitliche Ladekabel gebenUnterschiede groß

Anders als bei Mobilfunkgeräten gibt es bei Laptops und Notebooks jedoch große Unterschiede im Energiebedarf und der unterstützten Leistung der Ladegeräte. Ein einheitliches Ladekabel muss demnach vor allem auf diese Aspekte ausgerichtet sein, um eine Unter- oder Überversorgung mit Energie und daraus resultierende Schäden zu vermeiden.

Elektroschrott verhindern

Durch den bis jetzt zum Einsatz kommenden Dschungel aus Ladegeräten und -kabeln kommen laut Schätzung der IEC jährlicht rund eine halbe Million Tonnen Elektroschrott zusammen, die aufgrund von Neukauf nicht mehr genutzt werden können und auf den Mülldeponien landen. Die überflüssigen Ladekabel entsprächen einem Gewicht von etwa 500.000 Autos. Weitere Informationen unter www.iec.ch.

 


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