Dienstag, den 14.01.14 13:30

aus der Kategorie: DSL & Internet

Glasfaser: Weitere 500 Millionen Euro für schnelles Internet in Bayern

Die WLAN Offensive ist in Bayern schon länger im Gange. Kabel Deutschland investierte viele Millionen, um in 50 Städten kostenloses WLAN anbieten zu können. Weitere 500 Millionen stehen zum Ausbau der Datenautobahn aus öffentlichen Töpfen bereit.

Bayern will Ausbau beschleunigen

Der Freistaat Bayer beschloss jüngst in einer Kabinett-Sitzung weitere Millionen für den Ausbau des schnellen Internets. Bis zum Jahr 2018 stehen weitere 500 Millionen Euro aus öffentlichen Töpfen zur Verfügung. Die komplette Investitionssumme beträgt somit 1,5 Milliarden Euro. Damit ist es möglich, jede Gemeinde mit Glasfaser zu versorgen. Jede Gemeinde kann zukünftig 1 Million Euro Förderung beantragen, bisher war es nur die Hälfte.

Gemeinden erhalten 90 Prozent erstattet

Bisher erhielten die einzelnen Gemeinden bis zu 80 Prozent ihrer Kosten erstattet. In Zukunft wird bei der Förderung stärker differenziert und die Mittel gerechter verteilt.  Weisen einzelne Gemeinden eine starke Verzweigung auf oder sind finanziell schwächer, werden zukünftig bis zu 90 Prozent der Kosten erstattet. Arbeiten Gemeinden und Kommunen zusammen an einem Ausbau des Breitbandes zusammen, erhalten auch diese eine Förderung.

DSL Kabel

iStockphoto.com/m-1975

Glasfaser in jede Gemeinde

Ziel des großen Ausbaus ist es, in jede Gemeinde eine Glasfaserleitung zu legen. In einer Erklärung äußerte sich Finanzminister Söldner wie folgt: “Wir wollen Datenautobahnen bauen, und jede Gemeinde muss eine eigene Ausfahrt bekommen”. Im Klartext bedeutet das, dass alle Schaltkästen mit Glasfaser angeschlossen werden sollen. Die einzelnen Anbieter greifen auf diese Leitungen zurück und realisieren die passenden Endprodukte zum Kunden. Dem Freistaat ist es hingegen egal, ob die Leitungen zum Kunden Glasfaser sind oder Kupfer.

Focus liegt auf dem Land

Die Versorgung des Landes hat für den Freistaat oberste Priorität. Im ländlichen Raum sind bisher nur rund 17 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet angeschlossen. In den Städten werden bereits 80 Prozent der Haushalte erreicht.

Förderrichtlinien werden vereinfacht

Um den Ausbau des Breitbandes weiter zu erhöhen, wurden Förderrichtlinien vereinfacht. Neben dem finanziellen Anreiz der erhöhten Mittel bestünden nun auch vereinfachte Möglichkeiten einer schnellen Beantragung. Das Interesse hält sich derzeit stark in Grenzen, nur 500000 Euro wurden bisher abgerufen. Von den 2000 Gemeinden befinden sich nach Angaben von Söldner 438 in der Bearbeitungsphase. Gemeinden können zukünftig fei entscheiden, wo das Glasfaserkabel installiert werden soll. Bisher gab es Auflagen, nur Gewerbe- oder Kumulationsgebiete zu fördern.

Die bisher nötige Vorfinanzierung entfällt gänzlich. Gemeinden mit wirtschaftlichen Engpässen können sich so den Ausbau des schnellen Internets dennoch leisten. Die Erhöhung der Fördermittel muss von der EU noch beschlossen werden, Söldner sieht die Sache aber sehr optimistisch.


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