Donnerstag, den 23.01.14 09:08

aus der Kategorie: DSL & Internet

BSI-Sicherheitscheck in der Kritik – Nutzer beschweren sich

Am Dienstag hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Alarm geschlagen. 16 Millionen E-Mail Adressen und Passwörter sollen von Online-Kriminellen geklaut worden sein. Ob auch die eigene E-Mail-Adresse einem Diebstahl zum Opfer gefallen ist, kann auf einer extra Webseite des BSI nachgeprüft werden. Doch viele Besucher der Webseite beschweren sich, dass sie nur eine Fehlermeldung erhalten. Zudem werden Vorwürfe gegen den BSI laut.

Datenklau im großen Stil

Gleich 16 Millionen deutsche Nutzerdaten haben Online-Kriminelle geklaut. Zumindest berichtete das der BND auf seiner Webseite. Die Opfer sind Betreibern illegaler Bot-Netze in die Falle gegangen. Wahrscheinlich liegt die Dunkelziffer der geklauten Daten noch weitaus höher.

BSI bietet  Sicherheitscheck an

Am Dienstag hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik  eine extra Webseite veröffentlicht. Auf dieser können gestohlene Online-Identitäten angefragt werden. Über die BSI-Webseite können Internetnutzer selbst prüfen, ob sie zu den Opfern zählen und eigene Account-Passwörter oder E-Mail-Adressen gekapert wurden.

Internetnutzer beschweren sich

Aktuell sorgt der Sicherheitscheck allerdings für reichlich Verärgerung. Ratsuchende Bürger bekamen, nachdem sie die Webseite besucht hatten, lediglich eine Fehlermeldung zu sehen. und das obwohl sie wie gewünscht Ihre eigene E-Mail-Adresse korrekt eingegeben hatten. Einige Nutzer spekulieren, das BSI wolle nur Daten sammeln.

bsi_logo_14 Millionen Anfragen bearbeitet

Bereits 14 Millionen Anfragen sollen bei der Behörde eingegangen sein. Der BSI-Präsident Michael Hange meldete auf einer Konferenz zur Cypersicherheit, man bemühe sich dem Ansturm Herr zu werden.  Angeblich wurden schon 933.ooo Personen informiert, dass sie von einem Datendiebstahl betroffen sind. Anwort-Mails werden nur versendet, wenn die eingebebne E-Mail-Adresse geknackt wurde. Nicht betroffene Nutzer erhalten keine E-Mail vom BSI.

BSI in der Kritik

Inzwischen mehrt sich Kritik über die Vorgehensweise des BSI. Einige Bürger vermuten, man wolle über eine solche staatliche Webseite Schnüffelsoftware (Staatstrojaner) installieren. Allerdings steht ein solcher Vorwurf im Widerspruch zum gesetzlichen Auftrag der nationalen Sicherheitsbehörde. Eingegebene E-Mail-Adressen und IP-Adressen werden nicht dauerhaft gespeichert, versichert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Andere Bürger beschweren sich darüber, das erst jetzt der Datenklau bekannt gegeben wird. Immerhin soll  dieser schon seit Dezember 2013 der Behörde bekannt sein. Außerdem erhielten einige Nutzer nur eine Fehlermeldung, wenn sie ihre E-mail Adresse eingetragen hatten.

Der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Michael Hange, nimmt zur Kritik Stellung: „Eine solche Aktion muss extrem gut vorbereitet sein, das BSI habe beispielsweise Zeit gebraucht, um den Sicherheitscheck zu programmieren und Datenschutzfragen zu klären. Wir haben schon sehr schnell gemacht. Schneller geht es nicht.“


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1 Kommentar zu BSI-Sicherheitscheck in der Kritik – Nutzer beschweren sich

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  1. Uno schrieb am 24.01.2014 um 16:55

    so schnell kommt man an 16 mio mailadressen, ohne großen Aufwand

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