Dienstag, den 11.02.14 16:45

aus der Kategorie: DSL & Internet

Zensur: Kommt der Pornofilter für mehr Jugendschutz?

Die Medien unterliegen einem ständigen Wandel. Gerade die Jugend sollte und muss mehr geschützt werden. Die Rufe nach einer deutschen Zensur bezüglich Pornos werden immer lauter.

Landesmedien fordern Zensur

Der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt Andreas Fischer macht sich erneut für eine Zensur des Internets stark. Die heutige Jugend sollte und muss anders geschützt werden. “Die sogenannten Pornofilter sind ein Instrument, um Eltern zu helfen, ihre Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten aus dem Netz zu schützen”, so der Direktor Andreas Fischer.

Pornofilter seit 2013 in Großbritannien

Die englischen Provider gaben im Jahr 2013 dem Druck der Regierung nach und installierten einen Pornofilter zum Schutz der Jugend. Nach diesem Vorbild sollen auch die Provider hierzulande handeln, wie Andreas Fischer fordert: “Die großen deutschen Internetprovider sollten den britischen Weg ohne Vorurteile prüfen.”

InternetSchutz auch vor Gewalt und Filesharing

Im Rahmen des “Safer Internet Day” werden die Forderungen nach einem gefilterten Netz laut. In England funktioniert der neue Filter nur bedingt, da die Anschlussinhaber den Filter eigenständig deaktivieren können. Auf Wunsch können auch Inhalte zu Waffen, Gewalt, Suizid und Filesharing gefiltert werden. Diese Filter sind jedoch stark verbesserungswürdig, da auch harmlose Seiten gefiltert werden. So ist manche Sexualberatung für den Nutzer offline.

Staatliche Zensur?

Würden in Deutschland solche Maßnahmen installiert werden, könnte von staatlicher Seite mehr Kontrolle ausgeübt werden. Englische Gegner von Premier David Cameron sprechen gar von einer “staatlichen Zensur”.

Kontrolle durch Eltern wichtig

Egal ob Filter oder nicht, die Eltern sind in der Pflicht. Das sieht auch der Landesmedien-Direktor Andreas Fischer so: “Sie sind auch kein Ersatz für entsprechende Medienerziehung und eine vertrauensvolle Zuwendung der Eltern.”

Für heimische Computer, Tablets und Smartphones gibt es zahlreiche Alternativen zur freiwilligen Selbstkontrolle. Die nötige Aufklärung der eigenen Kinder ist unabdingbar, Programme und Filter können nur zusätzlich zum Schutz angewendet werden. Zumal die nötige Aufklärungspflicht eine haftungsrechtliche Frage ist.


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1 Kommentar zu Zensur: Kommt der Pornofilter für mehr Jugendschutz?

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  1. Barbara schrieb am 11.02.2014 um 19:13

    Das Problem bei der ganzen Sache ist doch eingetlich, dass die Kinder viel mehr über die Möglichkeiten des Internets usw. wissen als ihre Eltern oder Großeltern (Politiker!). Die geforderten Methoden sollen das schlechte Gewissen der Eltern und Politiker beruhigen und nicht die Kinder schützen. Zensur ist immer schlecht und gerade Kinder haben immer die Möglichkeit gefunden Verbote der Erwachsenen zu umgehen. Dagegen wird eine einmal eingeführte Zensur nur immer weitere Begehrlichkeiten wecken und bald sehen (mit großem Erstaunen!) auch wir Erwachsenen nur noch das, was uns ein angeblich wohlmeinender Staat erlaubt.

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