Freitag, den 14.02.14 10:15

aus der Kategorie: Kabel Deutschland, Vodafone

Kabel Deutschland verliert Unabhängigkeit an Vodafone

Der größte deutsche Kabelnetzbetreiber verabschiedet sich von seiner Unabhängigkeit. Nach der Fusion von Kabel Deutschland und Vodafone stimmten die Aktionäre einem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zu.

KDG: Verschmelzung bestätigt

Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung in München warb Kabel Deutschland bei seinen Aktionären um Zustimmung zur Verschmelzung mit Vodafone.  “Ich bin überzeugt davon, dass sich Kabel Deutschland auch als Teil des Vodafone-Konzerns gut entwickeln wird”, sagte Konzernchef Adrian von Hammerstein.

Die Aktionäre stimmten dem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zu. Zur Bewilligung waren 75 Prozent Zustimmung nötig. Da Vodafone schon 76 Prozent der Anteile besitzt, galt die Abstimmung als reine Formsache. Im Endergebnis lag die Zustimmung bei 99,9 Prozent.

KDG unterwirft sich an Vodafone

KD LogoKabel Deutschland ist zukünftig an die Weisungen seiner Mutter gebunden und muss seine Gewinne abführen. Künftig erhalten die Aktionäre keine Dividende mehr, als Ausgleich werden jährlich brutto je Aktie 3,77 Euro ausgezahlt. Vodafone verpflichtet sich zudem, den verbliebenen Aktionären eine Abfindung von 84,53 Euro je Aktie zu zahlen. Bedingung ist dazu der Abtritt der Aktie an Vodafone.

Aktionäre wollen mehr Geld

Das Angebot von 84,53 Euro ist alles andere als verlockend. Zu diesen Preisen wird sich wohl keiner der Aktionäre von seinen Aktien trennen. Der aktuelle Wert pro Aktie liegt derzeit bei rund 100 Euro, Tendenz steigend. Die Aktionäre kritisieren die Bewertung der Aktien und planen eine gerichtliche Überprüfung.

Vodafone: Squeeze Out als Perspektive

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand von Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein plant Vodafone keinen “Squeeze Out”.  Der vollständige Ausschluss der Aktionäre sei derzeit kein Thema. Mit einem Anteil von 76 Prozent auch nicht möglich. Sollte Vodafone jedoch die Grenze von 95 Prozent erreichen, ist der Ausschluss der Kleinaktionäre durch eine Barabfindung möglich. Ein solches Ziel von Vodafone ist mittelfristig sehr wahrscheinlich.

Fusion erhöht Druck auf Telekom

Durch die Fusion erhöht sich der Druck auf die Telekom. Vodafone kann nun ähnliche Produkte anbieten, wie der deutsche Konzern. Ein Angebot aus Fernsehen, Telefon und schnellem Internet ist nun effizienter möglich. Zudem erhöht die die Kundenanzahl von Vodafone um einige Millionen. Auch der Zugriff auf das moderne Netz von Kabel Deutschland wird neue Produktkombinationen ermöglichen. Die Bündelung von klassischen (V)DSL und Kabel gilt als wahrscheinlich.

Weitere Infos zu Kabel Deutschland finden Sie unter www.kabeldeutschland.de und zu Vodafone unter www.vodafone.de


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum: Vodafone Forum

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Kabel Deutschland verliert Unabhängigkeit an Vodafone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum