Donnerstag, den 20.02.14 15:00

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WhatsApp: Messenger-App wird ungewollt zum Komplize von Hackern

Der kostenlose Messenger-Dienst WhatsApp musste sich schon wiederholt Kritik gefallen lassen über unzureichende Sicherheit. Fehlende Verschlüsselung macht  das Anwendungsprogramm „zum Komplizen“ für Online Kriminelle.  Unverschlüsselte Nachrichten waren schon vor Monaten in Apples iCloud gelandet, einer von vielen gravierenden Fehlern  des Nachrichten-Dienstes in  der Vergangenheit.

WhatsApp : Hoher Stellenwert-niedrige Sicherheit

Schon seit Jahren kritisieren Datenschützer  den Messenger. WhatsApp hat einen zu hohen Stellenwert, allerdings bei zu geringer Sicherheit. Durch die fehlende Verschlüsselung gelangen unter anderem ganze Adressbücher an Fremde, weil sie auf verschiedenen Servern gelagert sind.  Das Security-Unternehmen Heise rät dringend, das eigene Verhalten gegenüber WhatsApp zu überdenken. Jetzt hat das Security-Unternehmen Panda Security eine neue Sicherheitslücke entdeckt.

WhatsApp als Komplize?

Inzwischen wird es wohl den meisten Nutzern von Google-Android bekannt sein, dass das offene Betriebssystem bei Hackern äußerst beliebt ist. Schadsoftware wird ungewollt durch die Installation von einigen Apps gleich mit heruntergeladen. Aktuell ist eine neue Welle an spanischen Apps gestartet, die Malware enthält. Wird zugleich auch WhatsApp verwendet, kann das dem Nutzer teuer zu stehen kommen.

ist-whatsapp-sicher-secure-lock-teaserSchadsoftware bei spanischen Apps

Es handelt sich aktuell sich um spanische Apps bzw. um Apps in spanischer Sprache. Wahrscheinlich werden diese von deutschen Nutzern nicht oder selten heruntergeladen.  Das ist ändert aber an dem Grundproblem von WhatsApp nichts.  Denn die Sicherheitslücke im Messenger ermöglicht es gerade diesen Apps eine Schadsoftware überhaupt zu installieren. Angeblich wurden schon über 300.000 Nutzern Geld eben aus diesem Grunde aus der Tasche gezogen. Bei den Anwendungen handelt es sich um „Cupcakes Recetas“, „Peinados Fáciles“, „Dietas para Reducir el Abdomen“ und „Rutinas Ejercicios para el Gym“. Allesamt sind es Lifestyle-Apps. Die schadhaften Anwendungen sind als Ernährungs-, Fitness-oder Style-Beratungs-Dienste getarnt. Online-Kriminelle verwenden ein Abzocke-System, wobei  Nutzer der Apps – ohne das diese es merken – bei  teuren Premium-Dienste angemeldet werden.

Apps holen sich die WhatsApp-Nummer

Die schadhafte App benötigt die Telefonnummer eines Smartphones, auf welchen sie installiert wird. Das geschieht im Normalfall über die Sim-Karte. Netzbetreiber sperren in der Regel den automatischen Zugriff auf Sim-Karten, da es eine potenzielle Sicherheitslücke darstellt. Alle genannten Apps umgehen aber diesen Weg und nutzen die WhatsApp Nummer. Bei der Erstaktivierung von WhatsApp muss sich der Nutzer anhand der Telefonnummer bekanntlich registrieren. Genau an diesem Punkt scheint sich die Sicherheitslücke zu befinden. Das hat das Sicherheits-Unternehmen Panda Security festgestellt. Ob dieses Problem weitläufig besteht, ist noch nicht bekannt.

WhatsApp zählt über 400 Millionen Nutzer weltweit, davon 20 Millionen alleine in Deutschland – und das trotz bekannter Schwachstellen. Das Problem eines Wechsels besteht darin, das auch alle Freunde, mit denen gechattet wird,  sich für einen anderen Instant-Messenger entscheiden müssten. Nach dem Motto „mich betrifft es noch nicht“, wird die Privatsphäre stark vernachlässigt.

 


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