Freitag, den 21.02.14 15:53

aus der Kategorie: DSL & Telefon Gerichtsurteile

Anbieterwechsel: Vodafone, o2 und 1&1 müssen Strafe zahlen

Die Telefon-Anbieter Vodafone, o2 und 1&1 sind von der Bundesnetzagentur zu Strafen verdonnert worden. Grund sind tausende Beschwerden von Privatkunden, die sich über einen verzögerten Anbieterwechsel beschwerten. Auch die Telekom muss mit einer Strafe rechnen.

Strafe von jeweils 75.000 Euro

Wegen Verzögerungen beim Anbieterwechsel wurden den Telefon-Anbietern Vodafone, o2 und 1&1 eine Strafe von insgesamt 225.000 Euro (jeweils 75.000 Euro) aufgebrummt. Gegen den Marktführer Telekom wurde noch keine Strafe verhängt, allerdings wurde ebenfalls ein Bußgeld-Verfahren eingeleitet.

Lange Verzögerungen beim Anbieterwechsel

Beim Wechsel des Telefonanbieters befürchten viele Kunden für längere Zeit nicht erreichbar zu sein. Laut dem Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Hommann, dürften Unterbrechungen beim Anbieterwechsel “nicht länger als einen Kalendertag andauern”. Dennoch kommt es beim Anbieterwechsel nicht selten zu längeren Verzögerungen.

© m.schuckart - Fotolia.com

© m.schuckart – Fotolia.com

20.000 Beschwerden wegen Anbieterwechsel

Im Zeitraum Mai 2012 bis August 2013 gingen bei der Bundesnetzagentur 20.000 Beschwerden ein. Bei diesen soll der Anbieterwechsel nicht reibungslos verlaufen sein. Alleine 70 Prozent der Beschwerden sind auf die Unternehmen Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 entfallen, weshalb eine Reaktion der Bundesnetzagentur längst überfällig war.

Alter Telefon-Anbieter in der Pflicht

Kommt es bei einem Anbieterwechsel zu einer Verzögerung bzw. zu Problemen bei einem Wechsel, ist der alte Telefon-Anbieter verpflichtet, den Kunden weiter versorgen. Um den Anbieterwechsel schnell zum Abschluss zu bringen, hat der alte Anbieter nur noch einen Anspruch von 50 Prozent auf die sonst üblichen Entgelte.

Beschwerdestelle bei Bundesnetzagentur

Kommt es beim Wechsel des Telefon-Anbieters zu Problemen (Ausfall länger als einen Tag), können sich Betroffene direkt an die Beschwerdestelle der Bundesnetzagentur wenden. Nach Angaben der Behörde machten alleine 4500 Verbraucher im letzten Jahr davon Gebrauch. Die Bundesnetzagentur kontaktiert dann gezielt das betroffene Unternehmen.

Jährlich gibt es in Deutschland drei Millionen Anbieterwechsel. Die meisten Wechsel des Telefonanbieter verlaufen zum Glück ohne Probleme.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (2)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

2 Kommentare zu Anbieterwechsel: Vodafone, o2 und 1&1 müssen Strafe zahlen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
  1. ralph24113 schrieb am 27.02.2014 um 18:20

    Die Bundesnetzagentur sind die letzten, die helfen. Ich hatte 4 Wochen kein Telefon und 6 Wochen kein Internet. Nach 2 Wochen ohne Telefon habe ich per UMTS Web Stick die Bundesnetzagentur per komplett ausgefülltem Formvordruck informiert. Das Ergebnis: Nach 14 Tagen kam eine Rückfrage der BNAG. Soso, da hatte ich nach über 25 Telefonaten mit Telekom und Vodafone per Handy zumindest wieder Telefon. Die Bundesnetzagentur hat 2 Tage Zeit mir ein Ergebnis mizuteilen. Nach 2 Wochen kam dann eine Mail. Ach so, auf ein Fax von mir an Vodafone kam nur ein Brief: Leider erreichen wir Sie telefonisch nich…. Danke für die Gesetze…

  2. Mister79 schrieb am 22.02.2014 um 18:28

    4500 Verbraucher machten davon gebrauch? Noch viel zu wenige und die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

    Die Strafe ist ein Witz im Vergleich zu dem was die 4500 Leute in dieser Zeit durchmachen. Wenn wir die 75000 * 3 nehmen und durch die 4500 teilen, wären das gerade mal 50 Euro pro Kunde der sich gemeldet hat. Allein der Aufwand den die Kunden haben ist bei weitem höher, ganz allein von den Nerven die dabei drauf gehen.

    Somit ja, ein guter Schritt aber die Summe ist nicht hoch genug. Es müssten mindestens 300 Euro pro geschädigter Verbraucher sein.

Startseite | Datenschutz | Impressum