Sonntag, den 23.02.14 13:40

aus der Kategorie: Apps, Ratgeber & Tipps, TopNews

Threema: Ist die WhatsApp-Alternative die sicherste Lösung?

Nachdem das größte soziale Netzwerk Facebook den Instant-Messenger WhatsApp gekauft hat, häufen sich Bedenken seitens der WhatsApp-Nutzer über den Datenschutz. In kürzester Zeit stürmte der Instant-Messenger Threema die Download-Charts. Ist der Threema-Messenger (Kasper Systems GmbH), der ebenfalls aus der Schweiz kommt, besser und vor allem sicherer? Wir klären auf.

Threema – eine sichere WhatsApp-Alternative?

Nachdem WhatsApp aufgrund diverser Sicherheitslücken immer häufiger in der Kritik stand, macht sich bei einigen Nutzern eine Art Fluchtverhalten bemerkbar. Der Facebook-Deal gab anscheinend für viele User den Ausschlag, den Instant-Messenger zu wechseln.

Registrierung ohne Nummer und E-Mail

Eine Anmeldung bei Threema kann mehrstufig erfolgen, die Registrierung ist ohne Handynummer und E-Mail-Adresse möglich. Optional kann ein Anzeigename gewählt werden, wobei der Nutzer eine Threema-ID erhält. Diese besteht aus Zahlen und Ziffern. Ein Rückschluss auf die Identität ist nicht möglich Die App wird einfach geladen, gestartet und anhand der Instruktionen wird die eigene ID erstellt. Auch der Name wird bei Chats nicht angezeigt und Freunde sehen den Kontakt nicht direkt als Threema-Kontakt.

Chat-App Threema als WhatsApp-Ersatz?

Chat-App Threema als WhatsApp-Ersatz?

Threema Verschlüsselung wählbar

Das Unternehmen bietet an,  Kontakte über die öffentlichen Schlüssel und über den Server zu synchronisieren und somit Threema zu vertrauen. Allerdings rät Threeman zu folgender Option: „Wir raten Ihnen aber, uns nicht zu vertrauen und die Schlüssel beim nächsten Treffen mit einem Ihrer Kontakte persönlich zu überprüfen. Threema macht Ihnen das leicht — sie müssen nur einen QR-Code (der die ID und den öffentlichen Schlüssel enthält) direkt vom Handy des anderen Benutzers scannen. Sobald der Code gescannt wurde, wechselt die Sicherheitsstufe auf «grün».

Drei Sicherheitstufen zur Identität

Ein wichtiger Punkt bei der Anmeldung ist die Sicherstellung der Identität. Der User muss dazu seine E-Mail-Adresse bestätigen oder aber einen durch SMS zugesandten Code eingeben. Auf Wunsch kann Threema die eigenen Kontakte durchsuchen um mögliche Threema-Chatpartner zu finden. Ist ein Nutzer weder mit Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse angemeldet, wird er nicht gefunden. Bei der Erstanmeldung können diese Daten hinterlegt werden. Es gibt drei Sicherheitstufen (roter, oranger oder grüner Punkt). Bei der höchsten Sicherheitsstufe muss der öffentliche Schlüssel persönlich durch Scannen des OR-Codes überprüft werden.

Threema ohne Sicherheitslücken?

Die Bedienung von Threema ist ähnlich wie bei WhatsApp. Texte, Bilder, Videos können versandt werden – allerdings keine Sprachnachrichten. Für das Unternehmen hat die Sicherheit bei der Kommunikation (Verschlüsselung) die höchste Priorität. Texte werden im Gegensatz zu WhatsApp nicht als Klartext übertragen. Erst der Empfänger kann die nicht lesbaren Buchstaben-Ketten als lesbaren Text sehen. Damit ist das End-to-End-Verschlüsselungsverfahren bei Konversationen sicherer. Allerdings ist nicht bekannt, wie Threema solche Daten auf Servern speichert. Anmeldedaten der Nutzer werden mit großer Wahrscheinlichkeit bei dem Unternehmen selbst gespeichert.Einige Nutzer von Threema meldeten allerdings auch unverständliche „Effekte“. Mitunter sollen Bestätigungs-SMS nicht ankommen oder registrierte Nutzer werden nicht mit Namen sondern mit der ID angezeigt. Es soll zudem vorgekommen sein, das Nutzer als kyptische ID angezeigt werden, nachdem sie einer Gruppe hinzugefügt wurden und ungewollt in fremden Gruppen samt eigenen Kontakten zu finden waren.

Der Threema-Dienst ist für Apple iOS und aktuell auch für Android verfügbar. Threema kostet für Apple iOS 1,79 Euro und für Google Android 1,60 Euro. Eine Garantie, das auch dieser Instant-Messenger irgendwann aufgekauft wird, ist natürlich nicht gegeben.

Threema/Versand über QR-Codes

Threema/Versand über QR-Codes


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (6)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

6 Kommentare zu Threema: Ist die WhatsApp-Alternative die sicherste Lösung?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
  1. Jens T schrieb am 27.02.2014 um 12:56

    Immerhin übernimmt Mobilfunk-Talk kein dpa Pressetexte 1:1 wies es sogar Spiegel und Focus machen.

    Über das Thema kann man viel schreiben, wo fängt man an und wo hört man auf. Ich selbst lese immer mehrere Quellen und “bilde” mir dann meine eigene Meinung 😉

  2. kulpik schrieb am 27.02.2014 um 09:50

    Dann vergest bitte nicht die Alternativen Black Berry Messanger, den es für iOS, Black Berry und Android kostenlos gibt und myEnigma aus der Schweiz, der ebenfalls kostenfrei ist und eine End zu End Verschlüsselung bietet. Das sind meine Favoriten!

    Nicht, dass es zu einseitig wird 🙂

  3. Andreas Voigtmann schrieb am 27.02.2014 um 09:03

    Hallo Max Mustermann. Ich darf Dich beruhigen. Dieser Text und auch viele andere sind selber recherchiert worden.

  4. Hallo,

    ich finde es schade, dass auch hier wieder Marketing-Texte übernommen werden ohne selber zu recherschieren.

    Wie ist sonst zu erklären, dass hier nur auf ein Whatsapp-Konkurrent eingegangen ist?

    Threema wurde nur “100.000–500.000” mal heruntergeladen, ein weiterer Whatsapp-Konkurrent namens Telegram wurde hingegen schon “10.000.000–50.000.000” mal installiert (Daten: Google-Play-Store)

    Wieder einmal bin ich leider sehr enttäuscht von mobilfunk-talk!

    • gpaar schrieb am 27.02.2014 um 07:56

      Bei Telegram kommst du vom Regen in die Traufe.
      Das ist das Russische Pendant zu Fressebuch.
      In der Gesellschaft muss ein Umdenken stattfinden. Wir sollten selber, besser auf unsere Daten achten, sonst fragt dich einestages auf der Straße ein Fremder wie dir das Schnitzel gestern geschmeckt hat.
      Beste Grüße

    • Thomas Scheckenbach schrieb am 27.02.2014 um 09:04

      Hallo,

      wir haben einen Artikel über die verschiedenen Alternativen schon vorbereitet. Dieser beinhaltet auch Telegram.

      Beste Grüße

Startseite | Datenschutz | Impressum