Montag, den 24.02.14 09:05

aus der Kategorie: Vodafone

Vodafone Chef Jens Schulte-Bockum vor dem Rausschmiss?

Nach René Obermann (Telekom) und René Schuster (o2) könnte mit dem Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum der dritte Mobilfunk-Chef innerhalb weniger Monate seinen Posten räumen. Schlechte Kunden- und Umsatzzahlen erhöhen den Druck auf die Vodafone-Spitze stetig. Ein Vodaofne-Sprecher nahm bereits Stellung zu etwaigen Rücktrittsgerüchten.

“Schulte-Bockum nicht mehr zu halten”

Der Mobilfunkkonzern Vodafone kommt nicht zur Ruhe. Der Stuhl von Vodafone Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum scheint kräftigt zu wackeln, gegenüber der Wirtschaftswoche sagte ein langjähriger Mobilfunk-Manager: „Wenn es in den kommenden Monaten keine Trendwende gibt, ist Schulte-Bockum nicht mehr zu halten.“ 

Umsatzverlust von 500 Millionen Euro

Nach Informationen der Wirtschaftswoche rechnet der Konzern im kommenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzverlust, ohne die Umsätze von Kabel Deutschland, von bis zu 500 Millionen Euro. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 sackte der Umsatz bereits um 10 Prozent auf 2,46 Mrd. Euro ab.

Jens Schulte-Bockum Vodafone CEO

Jens Schulte-Bockum bekommt Gegenwind

Kundenschwund durch harten Preiskampf

Doch nicht nur mit Umsatzverlusten, sondern auch mit einem Kundenschwund hat der ehemalige Marktführer, aufgrund des harten Wettbewerbs, zu kämpfen. Binnen zwei Jahren kehrten mehr als 5,5 Millionen Kunden dem Mobilfunkanbieter den Rücken. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 hatte Vodafone mit 37,625 Millionen die meisten Kunden, am 30. September lag die Kundenzahl nur noch bei 31,961 Millionen. Im abgelaufenen Quartal (Okt-Dez 13) verbuchte Vodafone mit 32,25 Millionen Kunden erstmals nach knapp zwei Jahren wieder einen Kundenzuwachs.

Vodafone-Sprecher dementiert Rücktritt

Noch am Samstag hatte eien Voadfone-Sprecher die Rücktrittsgerüchte des Vodafone CEO mit folgenden Worten dementiert: “Das ist völliger Unsinn. Schulte-Bockum steuert Vodafone durch die Trendwende. Bester Beleg dafür sind die steigenden Kundenzahlen”.

Sparmaßnahmen treffen Vodafone Mitarbeiter

Durch die sinkenden Umsätze hatte die Vodafone Geschäftsführung unlängst Sparmaßnahmen eingeleitet, welche vor allem die eigenen Mitarbeiter betrafen. So wurden Arbeitsplätze abgebaut, die Zentrale in Eschborn geschlossen und die Weihnachtsfeiern für Mitarbeiter komplett gestrichen.

Vodafone erleidet 2013 Imageschaden

Im Kalenderjahr 2013 musste der Düsseldorfer Netzbetreiber mehrere Male um sein Image kämpfen. Höhepunkt war der Datenklau von 2 Millionen Kundendaten auf dem Vodafone-Server. Des Weiteren sorgten Unregelmäßigkeiten beim connect Hotline-Test für weiteres Misstrauen, aber auch die Performance des Mobilfunknetzes ging spürbar zurück.

Trotz den Treueschwüren ist es gut möglich, dass von den einstigen Mobilfunkgrößen nur noch E-Plus Chef Thorsten Dirks übrig bleibt.


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