Montag, den 24.02.14 14:20

aus der Kategorie: Mobilfunk

Bessere Netzabdeckung: Straßenlaterne als Mobilfunkmast geplant

Für die Mobilfunkanbieter ist die Netzabdeckung ein zentrales Thema. Hausdächer sind oftmals schon voller Antennen, daher müssen neue Standorte für Antennen gefunden werden. Nun verkündeten Ericsson und Philipps auf der MWC in Barcelona zukünftig Starßenlaternen als Sendemasten zu nutzen.

Ericsson: Laterne als Sendemast

Ericsson und Phillips gehen neue Wege. Beide Unternehmen wollen zukünftig Technologien anbieten, durch welche Straßenlaternen in Mobilfunkmasten umgerüstet werden können. Der Bedarf an Sendemasten ist groß. Gerade in den Städten wird die Anzahl der mobilen Nutzer durch neue Smartphones und Tablets immer größer. Um diese Nachfrage nach Traffic bedienen zu können, reichen Standorte auf Hausdächern oder an Hauswänden zukünftig nicht mehr aus.

12 Antennen pro Laterne

Im oberen Teil der Straßenlaterne soll nach Angaben von Ericsson bis zu 12 Antennen Platz finden. Theoretisch können sich so mehrere Netzbetreiber eine Laterne teilen. In der Praxis wird sich dieses Szenario jedoch eher anders gestalten und jeder Netzbetreiber rüstet seine eigene Laterne mit der Sendetechnik aus. Um ein flächendeckende Netz zu erreichen, müssen viele Laternen in unmittelbarer Umgebung ausgerüstet werden.

© Deminos - Fotolia.com

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Basistation im Beton

Die Basistation soll sich unter oder neben der Laterne befinden. Für Personen unzugänglich wird diese Technik unter Beton versteckt, soll aber Technikern der Netzbetreiber jederzeit Zugriff erlauben. Wie der Schutz gegen Vandalismus aussehen könnte, gaben beide Unternehmen nicht bekannt.

Verschlechterung des Stadtbildes

Ob sich diese Technik nach derzeitigen Modell in Deutschland behaupten könnte, ist eher fraglich. Viele Stadt- und Gemeindeordnungen werden Hindernisse bereithalten. Der Trend in den Großstädten geht zu modernen und schlanken Straßenlaternen, die sich perfekt ins Stadtbild einfügen. Die Anbringung der Sendetechnik würde zu einer erheblichen Verdickung der Laterne führen.

Erste Tests in Nordamerika

Die ersten mit Sendetechnik bestücken Straßenlaternen soll es noch in diesem Jahr in Nordamerika geben. In dessen Großstädten ist die Netzabdeckung oftmals nicht hinreichend genug ausgebaut worden. In Deutschland verstecken die Netzbetreiber ihre Antennen oftmals auch in Litfaßsäulen, um die Abdeckung für die Kunden zu optimieren. Der Aufwand ist dort ebenfalls gering und das Stadtbild verändert sich nicht negativ. Der Netzbetreiber o2 hatte die Nutzung von Litfaßsäulen im Juli 2013 erstmals offiziell bekannt gegeben.


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