Donnerstag, den 27.02.14 18:17

aus der Kategorie: E-Plus / Base, o2 News und Nachrichten, TopNews

EU-Kommission: Preise werden nach E-Plus Übernahme steigen

Die EU-Kommission prüft derzeit intensiv den geplanten Zusammenschluss zwischen der Telefónica Tochter o2 und dem Düsseldorfer Mobilfunkanbieter E-Plus. Die Kommission geht bei einer Übernahme von negativen Folgen aus und befürchtet einen Preisanstieg für Vertrags- und Prepaid-Kunden.

Prüfer befürchten Preisanstieg

Der permanente Preisverfall auf dem Mobilfunkmarkt könnten mit der Fusion zwischen E-Plus und o2 bald der Vergangenheit angehöhren. Die EU-Kommission befürchtet nach dem Zusammenschluss der beiden kleinsten deutschen Mobilfunkanbieter sogar einen Preisanstieg, dies hat eine erste Prüfung der Wettbewerbskommissare ergeben.

Ein Sprecher des Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia teilte am Donnerstag in Brüssel mit, dass ein Schreiben mit “vorläufigen Bedenken” an beide Unternehmen am Mittwoch verschickt wurde.

Preissteigerung bis zu 37 Prozent

Nach einem Bericht der Financial Times könnten die Mobilfunkpreise kräftig ansteigen. Na einer Berechnung der Wettbewerbshüter könnte der Preisanstieg für Prepaid-Kunden zwischen 26 und 37 Prozent betragen. Als Grundlage für die Berechnung dient der Kommission laut FT der aktuelle Prepaid-Marktanteil von 60 Prozent beider Unternehmen.

Fusion o2 und E-Plus

o2 und E-Plus planen Zusammenschluss

Aufschlag bei Vertragskunden neun bis zwölf Prozent

Auch Vertragskunden müssen in Zukunft mit höheren Preisen rechnen. Die Kommission rechnet hier mit einem Preisanstieg von durchschnittlich neun bis zwölf Prozent. Für den gesamten Mobilfunkmarkt (Vertrags- und Prepaid-Kunden) läge die Preissteigerung somit zwischen 13 und 17 Prozent. Angesichts dieser Zahlen könnte die EU-Kommission den gepalten Deal platzen lassen. Telefonica hat auf den Bericht der Financial Times bereits reagiert und möchte eigene Berechnungen liefern.

Umsätze der Mobilfunkanbieter stark rückläufig

Am Donnerstag verkündete Telefonica Deutschland seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013. Wie auch E-Plus und Vodafone musste das Münchner Unternehmen einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Durch die große Investitionen in die Mobilfunknetze gilt ein langfristiger Preisanstieg bei allen Netzbetreibern als unausweichlich. Als Zeitpunkt wird von vielen Experten der Zusammenschluss zwischen o2 und E-Plus genannt.


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2 Kommentare zu EU-Kommission: Preise werden nach E-Plus Übernahme steigen

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  1. Sandro Julitz schrieb am 02.03.2014 um 17:08

    … es wird nicht teurer…

    und selbst wenn,wir sind bei allnetflats ohne Laufzeit bei ca 13 Euro pro Monat angekommen.
    Selbst wenn da 37 Prozent dazu kommen würden lägen wir gerade mal knapp bei ca 18 Euro…
    Das wäre ok.
    Doch da ist da noch der Verbraucher (eine nicht zu unterschätzende Macht).
    Im Prinzip würde alle mit einer Netzclub Karte auskommen falls sie es müßten.
    Surfen wäre nach wie vor möglich und Sprache kann über diverse Messenger ausgetauscht werden.
    Für lange Gespräche könnte man das Festnetz nutzen.
    Das ist natürlich etwas übertrieben,ich weiß.
    Aber Fakt ist das der “Otto Normal Verbraucher” ein gewisses Kontingent an TK Kosten bereit ist im Monat auszugeben.
    Mehr wird er nicht wollen.
    Wird es teurer,schränkt er sich eben ein.
    Dazu kommt das wir irgend wann (15.12.2015) eine komplette Öffnung des TK Marktes EU weit erfahren und dann purzeln die Preise.
    Selbst wenn es offiziell nicht möglich ist eine ausländische Karte als Deutscher zu kaufen dann werden zumindest die TK Hardliner Mittel und Wege finden an selbige zu kommen.
    Also alles wird gut

  2. Tibor schrieb am 28.02.2014 um 14:53

    Ist schon witzig. Während alles andere in den letzten 10 Jahren teurer wurde, sind die Kosten für Handygespräche immer billiger und billiger geworden.

    Eigentlich hatte fast kein Verbraucher so derart günstige Tarife gefordert. Nun wundern sich die Mobilfunkanbieter über Umsatzverluste und wissen nicht wie sie den Netzausbau finanzieren sollen.

    Ich denke die Telekom und Vodafone hätten nichts dagegen, wenn die Preise um 10-20 Prozent steigen. Ansonsten wird bei diesem Preisdruck früher oder später einer Bankrott gehen. Geiz ist geil? Siehe Praktiker und Co…

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