Mittwoch, den 07.05.14 13:25

aus der Kategorie: Mobilfunk, TopNews

BNetzA Jahresbericht: Neue Frequenzen für Handynetze in Aussicht

Die Bundesnetzagentur hat gestern in Bonn ihren Jahresbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Neben Zahlen aus dem Telekommunikationsmarkt legte die BNetzA auch einen Konsultationsentwurf für die Bereitstellung neuer Mobilfunkfrequenzen vor, um den zunehmenden Datenverkehr der Mobilfunknetze zu bewältigen. Im Gegensatz zum Datenvolumen ging die Zahl versendeter SMS drastisch zurück.

Außenumsatzerlöse im TK-Markt rückläufig

Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesnetzagentur belief sich der Außenumsatz auf dem Telekommunikationsmarkt im vergangenen Jahr auf ca. 57,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Jahr 2012 ging der Umsatz um ein Prozent bzw. um 0,6 Mrd. Euro zurück. Die Tendenz bleibt somit erhalten: Seit dem Jahr 2005 mit 67,3 Mrd. Euro, waren die Außenumsätze mit Ausnahme des Jahres 2012 in allen Jahren rückläufig.

Vom gesamten Außenumsatz über 57,4 Mrd. Euro entfielen im Jahr 2013 26,17 Mrd. Euro auf den Mobilfunkbereich, 24,08 Mrd. Euro auf den Festnetzbereich, 4,52 Mrd. Euro auf die Kabelfernsehinfrastruktur und 2,58 Mrd. auf sonstige Außenumsätze. Ein Plus verzeichnete lediglich die Kabelfernsehinfrastruktur.

Pressebild115 Mio. aktivierte SIM-Karten

Zum Jahresende zählte die Bundesnetzagentur 115 Millionen aktivierte SIM-Karten. Dies entspricht 1,4 SIM-Karten pro Einwohner in Deutschland. Die hohe Anzahl an aktivierten SIM-Karten ist auf die Nutzung verschiedener mobiler Geräte (Tablet, Surfstick) zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 113,16 Millionen, stieg die Zahl um zwei Millionen SIM-Karten.

Datenvolumen steigt rasant an

Die Zahl der LTE-Nutzer stieg rasant, Ende 2013 nutzten bereits 5,6 Millionen Teilnehmer die neue Mobilfunktechnik. Im Jahr 2012 nutzten lediglich eine Millionen LTE. Durch den Ausbau der Mobilfunknetze stiegt das übertragene Datenvolumen ebenfalls rasant. Wurden 2012 noch 156 Mio. GB übertragen, lag das verbrauchte Datenvolumen 2013 bereits bei 267 Mio. GB.

Steigendes Datenvolumen führt zu Frequenzbedarf

Die Bundesnetzagentur sieht den zunehmenden Datenverkehr mit Sorge, denn die Mobilfunkanbieter geraten zunehmend an die Leistungsgrenze ihrer Netze. Durch zusätzliche Mobilfunkfrequenzen kann die steigende Nachfrage nach mobilem Breitband allerdings erfüllt werden. „Wir haben daher im Jahr 2013 einen Konsultationsentwurf für die zukünftige Bereitstellung von Mobilfunkfrequenzen vorgestellt, der insbesondere die im Jahr 2016 auslaufenden GSM--Frequenzen (900 und 1.800 MHz) betrifft“, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Homann kündigt Vergabe an: „Die Entscheidung über die Anordnung und die Wahl des Vergabeverfahrens für diese Frequenzen sowie für weitere Frequenzen aus den Bereichen 700 MHz, der sog. Digitalen Dividende II, und 1,5 GHz ist für das dritte Quartal 2014 vorgesehen. Die Eröffnung des Vergabeverfahrens streben wir zum Ende des Jahres an.“

Mehr Breitbandanschlüsse weniger SMS

Die Zahl der Breitbandschlüsse stieg im vergangenen Jahr auf 28,7 Millionen. Dabei waren die klassischen DSL-Anschlüsse mit 23,2 Millionen leicht rückläufig. Deutlich zulegen konnten Anschlüsse mit hohen Bandbreiten, weleche über Kabel oder Glasfasernetze realisiert wurden, hier beträgt deren Anteil bereits 5,5 Millionen. Trotz stetigem Rückgang sind Analoganschlüsse im Festnetzbereich nach wie vor die meistgenutzte Anschlussart (14,7 Mio.).

Durch die Verbreitung von Smartphones und die Nutzung von Messaging-Apps ging die Zahl versendeter Kurznachrichten im Jahr 2013 drastisch zurück. Nach dem Allzeithoch von 59,8 Mrd. Kurznachrichten im Jahr 2012, wurden im Jahr 2013 nur noch 37,9 Mrd. SMS versendet. Damit lag die Zahl sogar unter dem Wert von 2010 (41,5 Mrd. SMS). Der VATM war in seinem Bericht vom Oktober noch von einem weiteren SMS-Boom ausgegangen.

Den kompletten Jahresbericht der Bundesnetzagentur können Leser unter diesem Link einsehen.

Die Zahl der versendeten SMS sinkt drastisch

Die Zahl der versendeten SMS sank 2013 drastisch


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