Mittwoch, den 14.05.14 15:20

aus der Kategorie: Mobilfunk

Studie zeigt: Häufige Handynutzung erhöht Risiko für Hirntumore

Das Thema ist nicht neu: Häufige Nutzung von Handys oder Smartphones soll das Risiko für Hirntumore erhöhen. Eine aktuelle Studie ergab, dass Mobilfunktelefone wahrscheinlich doch gesundheitsschädlicher sind, als bisher angenommen.

Handynutzung laut Studie gefährlich

Französische Wissenschaftler haben im Zeitraum von 2004 bis 2006 Auswirkungen der Handynutzung in Frankreich untersucht. Zusammen mit der Autorin Isabelle Baldi wurden die Untersuchungsergebnisse der Studie jetzt im Fachblatt „Occupational and Environmental Medecine“ veröffentlicht. Die Ergebnisse decken sich teilweise mit internationalen Studien aus jüngster Zeit. Demnach besteht ein erhöhtes Risiko für Hirntumore, sobald Handys mehr als 15 Stunden pro Monat genutzt werden.

Gliom- und Meningeom-Fälle

Aus der Studie geht hervor, dass Menschen, die Ihr Handy oder Smartphone über insgesamt fünf Jahre mehr als 15 Stunden im Monat nutzten, einem erhöhten Risiko zur Entwicklung eines Hirntumors ausgesetzt sind. Immerhin ist das Risiko zwei-bis dreimal höher. Sogenannte Hirntumor Gliome können sowohl gutartig wie auch bösartig auftreten. Demnach war das Risiko bei intensiver Handynutzung ein zumeist gutartiges Meningeom zu entwickeln (Tumor an der Hirnhaut) in der Gruppe der starken Handynutzer deutlich höher.

© Benicce - Fotolia.com

© Benicce – Fotolia.com

Insgesamt wurden 253 Gliom-Fälle und 194 Meningeom-Fälle in der Zeit von 2004 bis 2006 untersucht. Die Wissenschaftler verglichen diese mit 892 gesunden Erwachsenen, welche repräsentativ für die Bevölkerung ausgesucht wurden. Alternative Risikofaktoren für Hirntumore wurden dabei berücksichtigt. Auch dass lediglich 14 Prozent der Beteiligten eine Freisprecheinrichtung verwendeten, wurden in der Studie mit einbezogen.

Handystrahlung hat abgenommen

Seit Mitte der 2000-er Jahre hat die Handynutzung zwar  deutlich zugenommen, wie die  Autorin Isabelle Baldi berichtet. Im Gegensatz dazu hat allerdings auch die Handystrahlung aktueller Geräte abgenommen.

Bereits 2010 wurde die über 13 Ländern umfassende Studie zu Gesundheitsrisiken durch Handys veröffentlicht, Deutschland eingeschlossen. Um 40 Prozent höher lag das Gliom-Risiko und das Meningeoom-Risiko um 15 Prozent  höher bei häufiger Handynutzung, besonders dann, wenn die Handytelefonate nur auf einer Kopfseite geführt wurden. Eine klare Schlussfolgerung zum Hirntumor-Risiko konnte schließendlich durch Fehler und Verzerrungen in der Untersuchung  nicht gezogen werden.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Studie zeigt: Häufige Handynutzung erhöht Risiko für Hirntumore

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum