Montag, den 19.05.14 16:02

aus der Kategorie: Kabel Deutschland

Kabel Deutschland: Millionen-Verlust wegen Vodafone-Übernahme

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr 2013/2014 trotz gestiegener Umsätze und Kundenzahlen einen Millionen-Verlust. Grund hierfür ist die Übernahme von Kabel Deutschland durch den Mobilfunkanbieter Vodafone, die maßgeblich das Ergebnis beeinflusst hat.

Umsatz von Kabel Deutschland gestiegen

Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte Kabel Deutschland seinen Gesamtumsatz um 3,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro (Vorjahr 1,83 Mrd. Euro) steigern. Das EBITDA konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,5 Prozent auf 910 Millionen Euro zulegen. Die EBITDA-Marge lag bei 47,9 Prozent (Vorjahr 47,1 Prozent).

Durch die Übernahme durch Vodafone verbuchte Kabel Deutschland allerdings einen Jahresverlust von 68 Millionen Euro. Der Zusammenschluss mit Vodafone belastete das Ergebnis um rund 200 Millionen Euro. Vor allem im zweiten Quartal hatte Kabel Deutschland steuerliche Verlustvorträge vorgetragen. Aktionäre erhalten daher auch keine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013/2014.

KD LogoZahl der Internet- und Telefonkunden steigt

Zwar sank die Anzahl der angeschlossenen Haushalte zum Stichtag 31. März im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 8,3 Millionen, dennoch stieg die Gesamtzahl der Abonnements gegenüber dem Vorjahr um 565.000 auf 14,9 Millionen. Vor allem bei den Internet- und Telefonkunden konnten Kabel Deutschland Kundenzuwächse erzielen, hier stieg die Zahl der Kunden um 17 Prozent bzw. 329.000 auf 2,3 Millionen. Bei den Kombiprodukten konkurriert das Unternehmen direkt mit der Deutschen Telekom. Auch die Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen hält weiter an, rund die Hälfte der Kunden entscheidet sich bereits für ein 100 Mbit/s Produkt. Mit 2,3 Millionen Premium TV-Abonnements ist die Zahl im Jahresvergleich um 232.000 gestiegen. Die Zahl der privaten HD-Aktivierungen lag am Geschäftsjahresende bei 1,7 Millionen. Insgesamt lassen sich im Netz von Kabel Deutschland bereits 65 HD-Sender empfangen.

Kabel Deutschland investiert kräftig in Infrastruktur

Mit 575 Millionen Euro investierte Kabel Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel wie nie in die Infrastruktur. Ein Jahr zuvor lag das Investitionsvolumen noch bei 472 Millionen Euro. Von der Investitionssumme entfielen 101 Millionen Euro auf die Aufrüstung von 850.000 Haushalten mit schnellem Internet. Von den rund 15,2 Millionen abgedeckten Haushalten konnten Ende März 2013 etwa 14,2 Millionen (93 Prozent) mit Internet- und Telefon ausgestattet werden. Rund 96 Prozent der Haushalte verfügen bereits über eine Highspeed-Versorgung von 100 Mbit/s. Seit Dezember 2013 werden in Mainz bei einem Pilotprojekt bereits Bandbreiten von 200 Mbit/s erreicht.

Seit dem 1. April besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Kabel Deutschland und Vodafone. Unter der Submarke „Zuhause Plus“ haben beide Unternehmen eine gegenseitige Bewerbung ihrer Produkte begonnen. Mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen gibt Kabel Deutschland auch eine Veränderung im Aufsichtsrat bekannt. Der Vodafone CEO Jens Schulte-Bockum wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.


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