Dienstag, den 03.06.14 11:05

aus der Kategorie: TMobile

Telekom: Gleichstellung von LTE- und Festnetz-Kunden gefordert

Im Rahmen der Telekom Transparenzoffensive fand am 27. Mai in Bonn ein Kundenworkshop zur LTE-Drossel statt. Im Fokus des Workshops lagen die von Kunden und Verbraucherzentrale kritisieren Call & Surf via Funk Tarife der Telekom. Neben Kunden war auch die Verbraucherzentrale Sachsen vor Ort, diese fordert eine Gleichstellung der Funk- und Festnetz-Kunden.

Verbraucherzentrale mahnte LTE-Drossel ab

Anfang Dezember hatte die Verbraucherzentrale Sachsen die Telekom wegen ihrer LTE-Drosselung abgemahnt. Die Verbraucherzentrale sah eine unangemessene Benachteiligung der LTE-Kunden. Die Telekom ändere daraufhin ihre Tarifbewerbung und strich den Wortlaut „Flatrate“. Bestandskunden, die einen Call & Surf via Funk Vertrag vor dem 5. Dezember 2013 abgeschlossen hatten, erhalten seit Februar ein zusätzliches Datenvolumen von 30 GB.

Da Kunden und Verbraucherschützer die aktuellen Call & Surf via Funk Tarife weiterhin kritisieren, hatte die Telekom Ende Mai zu einem Kundenworkshop geladen. Hier sollten Ideen für eine neue Tarifgestaltung der LTE-Tarife ausgearbeitet werden. Sowohl VZ, als auch Telekom haben sich zu den ersten Ergebnissen geäußert.

telekom sendemastVZ fordert Gleichstellung für LTE-Nutzer

In einer Pressemitteilung lies die Verbraucherzentrale gestern verkünden: „Wir haben auf dieser Plattform übereinstimmend mit den anwesenden Kunden nochmals unsere Forderung verdeutlicht, dass die LTE-Nutzer im Festnetzbereich weitestgehend den „echten“ Festnetzkunden gleichgestellt werden müssen.“ Konkret fordert die Verbraucherzentrale ein höheres Inklusivvolumen für LTE-Nutzern, ohne eine signifikante Preiserhöhung.

Dafür wären die meisten betroffenen Kunden bereit, Geschwindigkeiten von 10-20 Mbit/s zu akzeptieren, resümiert Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Die Verbraucherzentrale möchte auch zukünftig Internetnutzer, die nicht per Kabel versorgt werden (Weiße Flecken), mit allen Mitteln unterstützen. Den Workshop nannte Henschler „durchaus konstruktiv“.

Telekom: Workshop „konstruktiv und fair“

Auch die Telekom berichtete in ihrem Blog bereits über den Workshop zur LTE-Drossel. Demnach nahmen neben der  VZ Sachen sieben Kunden am immer konstruktiv und fairen Workshop teil. Ingo Hofacker, Leiter Privatkunden-Marketing bei der Telekom, nannte den Teilnehmern zwei grundsätzliche Rahmenbedingungen für zukünftige Tarifgestaltungen:

1. Die Physik: Mobilfunk ist ein Shared Medium, das heißt mehrere Teilnehmer teilen sich die verfügbare Kapazität
2. Die Wirtschaftlichkeit: „Wir sind ein freies Wirtschaftsunternehmen und wir müssen damit Geld verdienen“

LTE-Nutzer belasten Datenverkehr erheblich

Um die beiden genannten Punkte noch besser zu verdeutlichen, nannte die Telekom wichtige Zahlen zur ihrer LTE-Kundschaft. Aktuell hat die Telekom mehr als 30 Millionen Mobilfunk-Kunden und etwa 250.000 Call & Surf Comfort via Funk Kunden. Von diesen 250.000 Kunden wird ca. ein Drittel des gesamten Datenverkehrs im Telekom-Mobilfunknetz erzeugt.

In Arbeitsgruppen wurden von den Teilnehmern neben Eckpunkten auch konkreten Tarifmodelle ausgearbeitet. Dabei drehte es sich – wie nicht anders zu erwarten –  immer um die Volumenbegrenzung und um die Absenkung der Surfgeschwindigkeit. Laut Telekom werden Experten die konstruktiven Vorschläge des Workshops analysieren und, wo möglich, in die zukünftige Tarifgestaltung einfließen lassen. Mit einer schnellen Tarifanpassung ist allerdings nicht zu rechnen.


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