Dienstag, den 23.09.14 17:00

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Telekom droht Kunden – Umstellung auf All-IP oder Kündigung

Die Deutsche Telekom will alle analogen Festnetz- und ISDN-Anschlüsse bis spätestens 2018, in den Großstädten sogar bis spätestens 2016 auf All-IP umstellen. Dazu sollen vor allem ISDN-Bestandskunden auf eine Vertragsumstellung gedrängt werden. Wie die Verbraucherzentrale Sachsen mitteilt, schreckt die Deutsche Telekom dabei nicht vor einer Kündigung zurück.

Telekom Kündigungsandrohung per Post

Nun bekamen in den letzten Wochen nach Angaben des Kölner Stadtanzeigers einige Tausend Kunden, deren Vertrag in Kürze endet, Post von der Telekom. Bitte jetzt handeln – sonst müssen wir Ihren Anschluss leider bald kündigen sind diese Infobriefe überschrieben. Darin wird der Bestandskunde aufgefordert, mit der Telekom Kontakt aufzunehmen, um den Vertrag auf All-IP umzustellen. Der bisher genutzte Tarif kann dabei unverändert genutzt werden, und es entstünden dabei auch keine Mehrkosten. Auch müssen keine Upgrades gebucht werden, auch wenn die Mitarbeiter im Callcenter häufig versuchen, Zusatzleistungen aufzubuchen.

Wenn der Bestandskunde nicht innerhalb von 4 Wochen reagiert, wird die Telekom eine ordentliche Kündigung verschicken. Der Zug ist damit allerdings noch nicht abgefahren. Kurz vor der Abschaltung des Anschlusses kommt ein weiterer Brief und ein Anruf der Kundenrückgewinnungshotline. Erst wenn dann immer noch keine Einigung auf einen neuen Vertrag zustande kommt, wird die Kündigung wirksam und der Anschluss abgeschaltet.

Telekom-Kunden ohne Internetzugang werden zwangsmigriert

Auch nach einer Abschaltung des Telekom-Anschlusses ist die Nutzung des Anschlusses theoretisch möglich durch einen Wechsel des Anbieters. Allerdings gibt es fast nur noch Anbieter, die den Telefonanschluss VoIP-basiert anbieten.

telekom-störung-all-ipTelekom-Kunden, die ihren analogen Festnetz- oder ISDN-Anschluss nur zum Telefonieren verwenden, bekommen übrigens keine Kündigung, sondern werden einfach zu All-IP zwangsmigriert. In diesen Fällen ist nicht eigens ein Router erforderlich, sondern es muss nur die im Hintergrund laufende Technik umgestellt werden.

All-IP der Telekom mit Vor- und Nachteilen

Die All-IP-Anschlüsse der Telekom bieten zahlreiche Vorteile, aber bringen auch einige bedeutsame Nachteile mit sich. Die Vorteile liegen darin, dass nur noch ein DSL-Anschluss erforderlich ist, der gegenüber ISDN eine höhere Bandbreite unterstützt. Zu den Nachteilen gehört die Ausfallanfälligkeit von VoIP, wie die Telekom bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis stellte. Bei einem Ausfall des DSL-Anschlusses oder einem Stromausfall war bei einem analogen Anschluss oder einer herkömmlichen ISDN-Anlage zumindest bei kabelgebundenen Telefonen die Telefonie noch möglich.


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