Mittwoch, den 24.09.14 18:15

aus der Kategorie: Mobilfunk, TopNews

WhatsApp: Datenschutz-Problem sorgt für ungewolltes Stalking

Der beliebte Messenger WhatsApp bleibt in der Kritik. Nachdem erst Anfang des Monats wieder Total-Ausfälle gemeldet wurden und nach einem Update sich der WhatsApp-Datenschutz selbstständig gemacht hatte, melden Nutzer weiterhin Probleme mit den Account-Einstellungen.

WhatsApp Datenschutz miserabel

Wegen eines schlampigen Umgangs mit dem Datenschutz steht WhatsApp nicht zum ersten mal in der Kritik. Nach einer Aktualisierung Anfang des Monats beschwerten sich Nutzer darüber, dass die Einstellung „zuletzt online“ wieder automatisch auf „Jeder“ zurückgesetzt wurde. Nicht ohne Grund hat die Stiftung Warentest den Messenger als sehr kritisch eingestuft. WhatsApp verwendet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wodurch der Anbieter Unterhaltungen zwischen den Chatenden praktisch mitlesen kann. Adressbucheinträge und Telefonnummern werden ohne Zustimmung des Nutzers an Dritte weitergegeben.

Aktuell besteht das Problem, dass die Account-Einstellungen nicht so funktionieren, wie sie der jeweilige Nutzer ausgewählt hat. Gibt sich ein Nutzer bei WhatsApp als offline an, sollte vorsichtig sein. Ist in den Einstellungen unter „Datenschutz“ bei „zuletzt online“ „niemand“ ausgewählt, bleiben trotzdem die Aktivitäten des Nutzers nicht verborgen. WhatsApp gibt jedem bekannt- sobald er einen Kontakt im Messenger aufruft – ob der Kontakt online ist oder nicht. Es reicht bereits, wenn die Telefonnummer des Kontaktes im Adressbuch gespeichert ist.

WhatsApp Google Play Store

WhatsApp Google Play Store

WhatsApp: Fun and Stalking inbegriffen

Zu sehen ist bei dem Messenger zumindest, wer aktiv ist, nicht aber mit wem er gerade chattet. Der Student Flavio Giobergia berichtet in einem Blogeintrag unter dem Motto „Fun and Stalking“, dass es mit einem Script jedoch möglich ist, dass jeweilige Nutzungsverhalten eines WhatsApp-Nutzers aufzuzeichnen. Eine gewünschte Geheimhaltung ist fast unmöglich, jegliches Alibi kann dadurch widerlegt werden.

Gegen die allgemeinen Geschäftsbedingungen hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) geklagt, weil sie ausschließlich in Englisch verfasst sind. Die Klage wurde angenommen, allerdings hat WhatsApp Einspruch eingelegt. Ins Deutsche wurden die AGB`s allerdings bis dato nicht umgesetzt. Auch das Impressum des Unternehmens wurde bemängelt, denn es steht keine Support-E-Mai-Adresse bereit. Verhandlungen sollen im Oktober fortgesführt werden.

 


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