Donnerstag, den 16.10.14 14:06

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Telekom: EU-Kommission legt Strafe von 70 Millionen Euro fest

Die EU-Kommission in Brüssel hat die Telekom zu einem Bußgeld von knapp 70 Millionen Euro verdonnert. Die slowakische Tochter Slovak Telekom habe ihre Marktmacht missbraucht und ihre vorherrschende Stellung zur Schädigung von Konkurrenten genutzt. Die Deutsche Mutter fällt nicht zum ersten Mal durch solche Praktiken auf.

EU-Kommission verdonnert Telekom zu Bußgeld

Die Telekom-Tochter Slovak Telekom ist in ihrem Heimatland Slowakei ähnlich erfolgreich wie die deutsche Mutter hierzulande. Die EU-Kommission wirft dem slowakischen Telekommunikationskonzern nun den Missbrauch dieser marktbeherrschenden Stellung vor, der wissentlich zur Benachteiligung von Konkurrenten genutzt wurde.

Der Mutterkonzern Deutsche Telekom ist laut der EU-Behörde nicht zum ersten Mal mit derartigen Praktiken aufgefallen und habe das Vorgehen der slowakischen Tochter geduldet. Aus diesem Grund müssen sich die beiden Unternehmen die Strafsumme teilen und zu unterschiedlichen Konditionen übernehmen.

Slovak Telekom bietet in der Slowakei schnelle Internetraten über das Kabelnetz an und gewährte anderen Anbietern anscheinend nur widerwillig Zugang zum Netz. Zwar gab der Netzbetreiber auf Drängen der Aufsichtsbehörden nach, legte jedoch Bedingungen fest, die alternative Anbieter nur schwer erfüllen konnten. „Auf diese Weise wurde der Eintritt alternativer Anbieter in den Endkundenmarkt für Breitbanddienste in der Slowakei verzögert oder verhindert, was auf eine Zugangsverweigerung hinausläuft:“, erklärt die EU-Kommission.

TelekomBrüssel verdonnert Telekom zu 70 Millionen Euro

Neben den erschwerten Bedingungen sei die Preisgestaltung so ausgefallen, dass der Zugang zum Kabelnetz für zahlreiche alternative Anbieter unrentabel erscheint. Auch dadurch habe das Unternehmen versucht, die eigene Vormachtstellung aufrecht zu erhalten. Die Strafe umfasst vor allem den Zeitraum zwischen 2005 und 2010.

Insgesamt 69,9 Millionen Euro Strafe legt die EU-Kommission in Brüssel der Telekom auf. 38,8 Millionen Euro müssen die Deutsche Telekom und Slovak Telekom gesamtschuldnerisch begleichen und für die Summe gleichermaßen gerade stehen. Die restlichen 31,1 Millionen Euro muss lediglich die Deutsche Telekom leisten, da sie ihre Marktmacht wiederholt missbräuchlich einsetzte. Bereits 2003 hatte die EU-Kommission Strafen wegen ähnlicher Vorfälle verhängt.

Die Telekom selbst kann die Strafsumme nicht nachvollziehen, da ihr bislang nach eigenen Angaben nicht bekannt war, dass sich die slowakische Tochter den Wettbewerbsvorgaben widersetzt habe. Gerade in der Slowakei sei ein heftiger Wettbewerb in Gange, der vor allem dem Vorteil der Kunden diene. Zudem sei für diese Fälle nicht die EU-Kommission zuständig, sondern die slowakische Aufsichtsbehörde.


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