Montag, den 20.10.14 15:11

aus der Kategorie: DSL & Telefon Gerichtsurteile

Großbritannien plant 2 Jahre Gefängnis für Internet-Trolle

Großbritannien will offensichtlich die Höchststrafe für diffamierende und beleidigende Äußerungen im Internet erhöhen. Bislang drohen Internet-Trollen, die sich nicht an die Regeln des Anstandes halten, bis zu sechs Monate Haft. In Zukunft könnte es deutlich längere Gefängnisstrafen hageln.

Zwei Jahre Haft für Internet-Trolle

Internet-Trolle kommen in Großbritannien bereits seit Jahren nicht immer ungeschoren davon. Der „Malicious Communications Act“ ist auf der Insel seit rund zehn Jahren gültig und bestraft Beleidigungen, Bedrohungen und sexuelle Belästigungen auf den Web- und Online-Portalen mit bis zu 6 Monaten Haft.

Doch auch wenn die Strafe im Gegensatz zu den rechtlichen Vorgaben anderer Länder bereits hoch angesetzt ist, reicht das Strafmaß offenbar nicht aus, um potentielle Täter abzuschrecken. Wie das Nachrichtenmagazin BBC berichtet, will die britischen Justizministerin Chris Grayling die Strafe nun auf das bis zu vierfache anheben.

Die Anpassung auf ein Höchststrafmaß von 2 Jahren würde auch die Zuständigkeiten ausweiten. Bislang konnte lediglich der Magistrates‘ Court, vergleichbar mit dem deutschen Amtsgericht, über die Fälle entscheiden. In Zukunft wäre jedoch der Crown Courts zuständig, der sonst auch über Mordvorwürfe und ähnlich hohe Vergehen urteilt. In den dort verhandelten Fällen entscheiden ein Richter und eine zwölfköpfige Jury aus britischen Bürgern über Schuld und Strafmaß.zorb balls for sale

Urteil Gericht

© Gina Sanders – Fotolia.com

Gesetz gegen Bedrohung und Beleidigung

Das Thema wurde für die britische Regierung aktuell als ein Troll-Angriff gegen ein Model bekannt wurde. Das Mannequin wurde online massiv beleidigt und eine Vergewaltigung angedroht. Die Frau bezeichnet die Vorfälle als „Online-Terrorismus“, die Attacken hatten offenbar die Einschüchterung und Rufschädigung zum Ziel.

„Niemand würde so ein widerwärtiges Verhalten erlauben, wenn es Angesicht zu Angesicht geschehen würde, also sollte dafür auch kein Platz in sozialen Medien sein.“, erklärt Chris Grayling, „Darum sind wir entschlossen, die aktuelle Höchststrafe von sechs Monaten zu vervierfachen.“

Das neue Gesetz soll ein deutliches Zeichen gegen das Internet-Mobbing und unüberlegte Aussagen im World Wide Web setzen. Zudem soll im Zuge der Anpassung das Strafmaß für sogenannte Revenge Porns erhöht werden. Die Bezeichnung beschreibt die mutwillige Schädigung von Ex-Partner durch die Veröffentlichung intimer Bilder, die nun ebenfalls mit bis zu 2 Jahren Haft geahndet werden soll.


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