Mittwoch, den 12.11.14 11:18

aus der Kategorie: Hardware, Mobilfunk

Goodspeed: Mobiler WLAN-HotSpot im Auslands-Test

Goodspeed_contentIn den letzten Jahren sind für Mobilfunkkunden zwar die Roaming-Kosten im EU-Ausland gesunken, dennoch sind die Preise für die Nutzung des mobilen Internets vergleichsweise teuer. Vor allem außerhalb der EU bieten die deutschen Netzbetreiber und Discounter keine attraktiven Datenoptionen. Abhilfe könnte für viele Reisenden allerdings der mobile WLAN-HotSpot von Goodspeed schaffen, den unsere Redaktion in den USA ausgiebig testen konnte.

Goodspeed WLAN-Hotspot im Test

Während einer dreiwöchigen Reise durch die USA hat uns Goodspeed ein Testgerät zur Verfügung gestellt. In der Vergangenheit hatten wir unsere Leser bereits über die Tarife des mobilen WLAN-HotSpots informiert, nun konnten wir das Gerät ausführlich testen und möchten unsere Erfahrungen zum Goodspeed WLAN-HotSpot wiedergeben. Das Testgerät wurde uns in einem orangefarbenen Karton mit GoodSpeed Schriftzug geliefert. Zum Lieferumfang gehören neben dem WLAN-HotSpot ein USB-Mini Ladekabel mit Stecker sowie eine Bedienungsanleitung auf Deutsch.

Der HotSpot misst 4,84 x 2,47 x 0,51 Zoll und ist mit 127 Gramm leicht und handlich. Mit dem WLAN-Router können bis zu 5 Nutzer gleichzeitig auf das mobile WLAN-Netzwerk zugreifen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um ein Tablet, Notebook oder Smartphone handelt. Der Goodspeed Router unterstützt das mobile Internet in den Frequenzbändern 850/900/1800/1900 MHz im 2G-Bereich und 850/900/1900/2100 MHz im 3G-Bereich. Je nach Verbindungstyp lassen sich so maximale Bandbreiten von bis zu 21,1 Mbit/s im Download und 5,76 Mbit/s im Upload erzielen.

Das Gerät enthält bis zu 10 SIM-Kartensteckplätze und der 2550-mAh starke Akku ermöglicht bis zu 8 Stunden reine Nutzung. Die Volladung des Akkus kann über den PC per USB-Anschluss oder über eine Steckdose mit 100-240 V erfolgen. Da es sich beim Netzteil um eine europäische Norm handelt, wird bei Reisen wie z.B. in den USA zwingend ein Steckdosen-Adapter benötigt. Einen Netzadapter für USA-Reisen findet sich günstig im Amazon Online-Shop.

Goodspeed_new_displayNutzung des WLAN-Routers in den USA

Die Inbetriebnahme des WLAN-HotSpots ist recht einfach. Durch längeres drücken des seitlich angebrachten Knopfes schaltet sich das Gerät ein. Danach erfolgt eine Netzsuche, die, je nach örtlicher Netzabdeckung, zwischen wenigen Sekunden bis hin zu einer Minute andauert. Wurde das Gerät mit dem örtlichen Mobilfunknetz verbunden, werden auf dem Display „Empfangsbalken“ angezeigt, wie man es vom WLAN-Netzwerk auf dem Mobiltelefon oder PC kennt.

Um mobile Geräte mit dem WLAN-Router zu verbinden, muss zunächst nach einem öffentlichen WLAN-Netzwerk mit dem Namen „Goodspeed“ gesucht werden. Die Verbindung mit dem Goodspeed-Netzwerk ist mit einem Passwort gesichert, welches ausschließlich auf dem WLAN-HotSpot gespeichert ist. Um an das Passwort zu gelangen, müssen Nutzer den angebrachten Knopf am Geräts ggf. mehrmals drücken, bis die Anzeige des Passworts im Display erscheint. Nach Eingabe des Passworts verbindet sich das Endgerät mit dem Goodspeed HotSpot.

Neben dem Verbindungsstatus und Passwort zeigt der Goodspeed HotSpot auch die Anzahl der aktuell verbundenen Geräte nebem dem Funkwellen-Symbol an. Eine weitere Display-Anzeige informiert über das tagesaktuell verbrauchte Datenvolumen aller Geräte. Die Anzeige ist nicht unwichtig, denn in den USA ist das tägliche Datenvolumen für Goodspeed-Nutzer auf 500 MB begrenzt.

In den USA konnten wir in weiten Teilen den Goodspeed WLAN-Router auch während der Autofahrt nutzen. Unsere Reise führte uns von San Francisco zum Yosmite Nationalpark, Los Angeles, Las Vegas und über den Grand Canyon zu den Rocky Mountains nach Denver. In den großen entlegenen Gebieten, fernab der Städte, war allerdings meist nur eine Zugriff auf das 2G- bzw. 2,5G-Netz möglich. Im 2G-Modus war lediglich der Abruf und Versand von WhatsApp-Nachrichten möglich, für das Öffnen von Webseiten war die Bandbreite zu gering. In den Unterkünften (Hotels, Motels) war erfreulicherweise mindestens ein 2,5G-Netz vorhanden, welches den Zugriff auf Webseiten ermöglicht.

Goodspeed Tarife und SIM-Karten

Um Goodspeed zu nutzen wird grundsätzlich ein Goodspeed HotSpot benötigt. Dieser kann ohne Vertrag zum Einmalpreis von 239 Euro unter goodspeed.io/de erworben werden. Alternativ kann der HotSpot auch in Verbindung mit dem Pro-Tarif für monatlich 19,90 Euro erworben werden. Im Basistarif „Lite“ kostet ein Tagespass  generell 16,50 Euro und im Pro-Tarif 5,90 Euro. Im Tagespass enthalten sind je nach Zielland 500 oder 1000 MB. Der WLAN-Router bietet, wie eingangs erwähnt, Platz für bis zu 10 SIM-Kartensteckplätze. Bei der Bestellung des Routers lassen sich SIM-Karten für bis zu 9 Zielländer erwerben. Für 1-3 SIM-Karten liegt der Aufpreis bei 15 Euro, bei bis zu 5 SIM-Karten bei 25 Euro und bei bis zu 9 Zielen bei 45 Euro. Teilweise decken SIM-Karten wie die von Österreich gleich mehrere Länder ab (Belarus, Bulgarien, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Serbien und Slowenien). Trotzdem wird für die SIM-Karte nur ein Ziel berechnet.

goodspeed-TarifeZu den 9 SIM-Karten lässt sich im Basistarif auch eine eigene SIM-Karte nutzen. Im Pro- und Business-Tarif gibt es dagegen keinerlei Einschränkung, alle 10 SIM-Kartensteckplätze können auch mit eigenen SIM-Karten belegt werden. Ändert sich das Nutzungsverhalten oder werden weitere Zielländer benötigt, ist dies auch kein Problem. Über den Nutzeaccount von Uros können weitere SIM-Karten zum Preis von jeweils 4,90 Euro bestellt werden. Sobald der Nutzer die Karte erhalten hat, kann er das Gerät öffnen und die neue SIM-Karte einbauen bzw. mit anderen austauschen. Generell ist zu beachten, dass das Gerät zuerst immer auf die eigene SIM-Karte des Nutzers zurückgreift.

Fazit: Mit Goodspeed günstig im Ausland surfen

Vor allem in fernen Ländern lässt es sich mit Goodspeed günstig surfen. Selbst bei einer Tagesgebühr von 16,50 Euro im Lite-Tarife und einem Datenvolumen von 500 MB beträgt der rechnerische Preis bei voller Ausschöpfung des Datenvolumens 3,3 Cent pro Megabyte. Im günstigsten Fall werden im Pro oder Business-Tarif mit einem Tagesvolumen von 1000 MB nur 0,6 Cent pro MB berechnet. In unserem Test konnte das Gerät in puncto Nutzungsfreundlichkeit und Netzverfügbarkeit überzeugen. Einzig die zunächst hohen Anschaffungskosten des Routers und die nicht vorhandene Unterstützung von LTE waren von unserer Seite zu bemängeln. Ein WLAN-Router mit LTE-Unterstützung soll mittelfristig auch angeboten werden.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Goodspeed: Mobiler WLAN-HotSpot im Auslands-Test

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum