Montag, den 10.11.14 16:36

aus der Kategorie: DSL & Internet

Boerse.bz Razzia: Nutzer per E-Mail Adressen ermittelt?

boerse-bzEnde Oktober starteten Ermittler eine Großrazzia gegen den mutmaßlichen Raubkopierer kinox.to. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft den Betreibern unter anderem gewerbsmäßge Urheberrechtsverletztung vor. Neben der Plattform kinox.to sollen die Verdächtigen auch die Seiten “mygully.com” und “Boerse.sx” betreiben. Bei der Großrazzia gegen den Uploader des Filesharing-Forums boerse.bz scheinen zumindest nach Einschätzung eines Rechtsanwaltes die Ermittler “deutlich über das Ziel hinaus geschossen” zu haben.

Boerse.bz: Hausdurchsuchung

Etwa eine Woche nach der Großrazzia wurden jetzt Details bekannt, was bei der Durchsuchung alles beschlagnahmt wurde. Der Rechtsanwalt Christian Solmecke hat auf seiner Webseite den gesamten Umfang der Hausdurchsuchung bekannt gegeben. Laut dem Bericht des Rechtsanwalts wurde offensichtlich die komplette Hardware, wie unter anderem Computer von Familienmitgliedern, SIM-Karten und Speicherkarten aus Spielekonsolen beschlagnahmt. Mandanten der Kanzlei sollen berichtet haben, dass alles “was nicht niet- und nagelfest” war, bei der Hausdurchsuchung beschlagnahmt wurde.

Wie es im Bericht weiter heißt, ist inzwischen Akteneinsicht beantragt worden um eine Rechtsmäßigkeit der Beschlüsse zu überprüfen. Zumindest in einigen Fällen soll – so die Einschätzung des Rechtsanwaltes – “deutlich über das Ziel hinaus geschossen” worden sein. Laut dem Bericht wurden auch beruflich genutzte Rechner einkassiert, so dass die Existenz des Besitzers bedroht sein könnte.

Nutzer durch E-Mail Adressen ermittelt

Bisher ist noch nicht geklärt, auf welchem Wege der tatsächliche Upload der Dateien ermittelt wurde. Auch sollen Hausdurchsuchungen bei Personen durchgeführt worden sein, die lediglich Links zu den urheberrechtlich geschützten Werken online gestellt haben. Anscheinend wurden sogar Uploader für eine sehr geringe Zahl an Uploads verantwortlich gemacht. Eine Hausdurchsuchung soll schon bei der Zuordnung von 14 Filmen und 50 ungeklärten Dateien erfolgt sein. Unklar ist außerdem, ob hierbei überhaupt schon eine Urheberrechtsverletzung vorliegt.

Wie es weiter auf der Webseite der Rechtsanwälte WILDE BEUGER SOLMECKE heißt, wurden gerade solche Personen dingfest gemacht, die deutsche E-Mail Provider verwendet haben. Durch die webbasierte E-Mail Adresse wurde demnach die IP Adresse ermittelt, mit welcher ein Login bei dem jeweiligen E-Mail Provider gestartet wurde. Alleine das Einloggen in einen E-Mail Dienst soll dem Gericht ausgereicht haben, um eine Verbindung zum Upload urheberrechtlich geschützten Material herzustellen. Erst wenn der genaue Sachverhalt geklärt ist, kann das Ausmaß der Ermittlungen analysiert werden und die Rechtmäßigkeit der Beschlüsse überprüft werden.


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