Dienstag, den 23.12.14 14:01

aus der Kategorie: Microsoft

Microsoft geht gerichtlich gegen Abzocker-Support vor

Datendiebstahl-mftIn den USA hat der Betriebssystem-Gigant Microsoft ein Support-Unternehmen verklagt, welches im Namen der Softwareschmiede unautorisierte Serviceleistungen vertreibt. Wie es in der Anklageschrift heißt, bietet der Customer Focus Services nicht nur Hilfe bei tatsächlichen Probleme an, sondern sorgt selbst für Sicherheitsmängel auf den Rechnern seiner Kunden und findet Fehler, wo keine sind.

Microsoft geht gegen Abzock-Versuch vor

Die Windows-Betriebssysteme des Software-Giganten Microsoft sind nicht immer einfach zu verstehen. Zahlreiche Dienstleister bieten aus diesem Grund Service und Support rund um das System und seine Komponenten an und stellen Hilfestellungen bei technischen Problemen und anderen Fragen rund um Windows zur Verfügung.

Gegen ein solches Unternehmen geht Microsoft in den USA nun gerichtlich vor, berichtet das Magazin zdnet.de. Der Customer Focus Services und seine Tochter Omnitech Support bieten Supportleistungen rund um die Windows-Betriebssysteme an und agieren im Namen von Microsoft, ohne die Erlaubnis dazu zu haben. Der Vorwurf lautet „betrügerischer Support“, Microsoft wirft dem Unternehmen die Abzocke hilfesuchender Kunden in ihrem Namen vor und verlangt Schadensersatz für die mutwillige Rufschädigung.

Über die bekannten Microsoft-Marken erschleiche sich das Unternehmen das Vertrauen der Kunden und mache ihnen weiß, ihr Computer sei von Schadsoftware befallen, heißt es in der Anklageschrift. Der entsprechende technische Support werde zu Preisen von mehreren hundert Dollar angeboten, sei jedoch in Wahrheit gar nicht notwendig und die Virusmeldung eine Finte.

Abzocker-Support im Namen Microsofts

Microsoft hat nach eigenen Angaben den Betrugsversuch selbst erlebt. Das Unternehmen hatte den Support mehrmals mit von Viren, Trojanern und anderer Schadsoftware freien Systemen kontaktiert und dennoch die Meldung erhalten, es gebe bedenkliche Sicherheitsprobleme und einen Virenbefall, ausgelöst von angeblich polymorphen Viren.

Microsoft Windows

Neben der Vorgaukelung falscher Tatsachen sorgt der Abzock-Support offenbar selbst für die notwendigen Fehler- und Problemmeldungen. So sollen die Mitarbeiter des Customer Focus Services auf die Rechner späterer Kunden eingedrungen sein und vorsätzlich Daten gestohlen haben. Zudem wurden Rechnungen ausgestellt, obwohl keine Dienstleistung stattgefunden hatte und im Zuge der „Reparatur“ neue Schadsoftware und Passwort-Decrypter installiert.

Den Angaben Microsofts zu Folge sind allein zwischen Januar und Juni 2014 rund 65.000 Kundenbeschwerden über den betrügerischen Support eingegangen. Das Vorgehen dieser Unternehmen verursache einen Schaden von rund 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr und wirke sich negativ auf die Reputation Microsofts aus.

Bildquelle: © Creativa – Fotolia.com


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