Donnerstag, den 15.01.15 16:33

aus der Kategorie: Mobilfunk

Bitkom: 700 MHz-Band zur Frequenzversteigerung noch belegt

bitkomMobilfunkanbieter und Netzbetreiber bereiten sich auf die anstehende Frequenzversteigerung vor. Die Auktion soll noch im ersten Halbjahr 2015 die genutzten Funkfrequenzen neu ordnen und mit dem 700 MHz-Band neue Spektren unter den Parteien aufteilen. Der 700 MHz-Bereich wird allerdings noch von den Rundfunkanstalten genutzt, die ihr Nutzungsrecht teilweise erst 2025 aufgeben wollen.

Frequenzversteigerung steht in den Startlöchern

In wenigen Monaten steht die nächste große Frequenzversteigerung für die Mobilfunkanbieter und Netzbetreiber an. Die bereits verwendeten Spektren um 1800 und 900 MHz werden im Zuge der Auktion neu verteilt und den Meistbietenden zur Nutzung überlassen. Der Frequenzbereich um 700 MHz wird erstmals an den Mobilfunk vergeben und derzeit noch vom Rundfunk genutzt.

Der Interessenverband Bitkom sieht in diesem Nutzungsrecht mögliche Probleme, die die Pläne der Bundesregierung gefährden. Diese will die Frequenzversteigerung vor allem dazu nutzen, um den Breitbandausbau voranzutreiben und die Digitale Agenda umzusetzen und rechnet mit Einnahmen im Millionenbereich. Die Gelder sollen in den flächendeckenden Ausbau des Internets fließen, die neuen Frequenzen das Mobilfunknetz entlasten und mit LTE-Advanced für mehr Kapazität und Geschwindigkeit sorgen.

Offenbar stehen die Frequenzen im 700 MHz-Bereich trotz anstehender Versteigerung nicht vollständig zur Verfügung. Bislang wurden die Spektren im Rundfunk und bei der Übertragung von DVBT genutzt, mehrere Sendanstalten halten Nutzungsrechte, die zum Teil noch jahrelang gültig sind. Wie der Nachrichtendienst heise berichtet, sind einige der Frequenzen noch bis 2025 gebunden, die ARD will den Angaben zu Folge frühestens 2019 von ihnen Abstand nehmen.

700 MHz-Band teilweise noch belegt

„Wir brauchen für den Breitbandausbau u.a. die 700-Megahertz-Frequenzen, um die Internetgeschwindigkeit im Mobilfunk in den kommenden Jahren schrittweise erhöhen zu können“, erklärt Bitkom-Präsident  Prof. Dieter Kempf in Berlin. Der Digitalverband BITKOM hatte sich im Rahmen der „Netzallianz Digitales Deutschland“ mit EU-Kommissar Günther Oettinger getroffen und das weitere Vorgehen besprochen. Die Pläne der Versteigerung sehen vor, das 700 MHz-Band vollständig dem Mobilfunk zur Verfügung zu stellen, nun sieht es so aus, als könne das Ziel nur unvollständig erreicht werden.

Bitkom-Chef Kempf sieht im Ausbau schneller Mobilfunkanbindungen die Chance, das Breitbandnetz effizient zu betreiben: „Die hohen Bandbreiten im Mobilfunk erfordern in den meisten Fällen die Anbindung der Funkzellen mit Glasfaser. Zusammen mit Vectoring-Technologien in den DSL-Netzen sowie der Aufrüstung der Kabelnetze bringen wir jetzt Superbreitband in die Fläche.“


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