Freitag, den 16.01.15 13:10

aus der Kategorie: Google

Google stellt Vertrieb der Datenbrille Google Glass ein

Google GlassDie Datenbrille Google Glass wird von Google eingestellt, der Verkauf der ersten finalen Version mit Kamera, Internetzugang und vor dem Auge liegenden Bildschirm wird beendet. Ganz auf Eis legt der Suchmaschinengigant das Projekt jedoch nicht. Eine zweite Version soll die Fehler der schwerfällig angelaufenen Brille ausmerzen und für mehr Erfolg sorgen.

Google Glass wenig erfolgreich

Googles smarte Datenbrille Glass ist seit gut drei Jahren das Must-Have-Gadget der Technik-Freaks. Die Brille verfügt über eine kleine Kamera, Internetanbindung und einen vor dem Auge angebrachten Bildschirm und soll als Wearable den Alltag der Nutzer einfacher machen. Die von der Kamera aufgenommenen Bilder werden auf den Bildschirm übertragen und über die Datenanbindung mit zusätzlichen Informationen versehen. Steht der Nutzer beispielsweise vor einem Restaurant, blendet ihm Google auf Wunsch Empfehlungen und Bewertungen ein, die andere Gäste im World Wide Web hinterlassen haben.

Die Google Glass und ihr Konzept stößt jedoch nicht überall auf Nächstenliebe. Vor allem in Europa mehren sich seit ihrer Vorstellung im Frühjahr 2012 die Bedenken über Privatsphäre und Datenschutz. Zahlreiche Menschen haben Angst, mit der Brille unbemerkt beobachtet und ausgespäht zu werden. Ganz unbegründet schien die Angst bis jetzt nicht, bereits im Februar 2014 veröffentlichte Google einen Verhaltensknigge, der Glass-Nutzer für den korrekten Umgang mit der Datenbrille sensibilisieren sollte. Denkwürdiger Kernsatz der Bemühungen: Sei bitte kein „Glasshole“ (Glass-Arschloch).

Nachdem die ersten Glass-Modelle für Interessenten erhältlich sind, stellt Google nun die Produktion und den Vertrieb der Datenbrille überraschend ein. Die erste Version der Google Glass, die „Glass Explorer Edition“, kann nur noch bis 19. Januar 2015 bestellt werden, erklärt das Unternehmen auf Google+.

Google Glass wird grundlegend überarbeitet

Das Ende sieht Google für die smarte Datenbrille jedoch nicht gekommen und will sich weiterhin der Entwicklung widmen. Dazu lagert das Unternehmen das Wearable-Programm aus Google X, der Forschungsabteilung des Konzerns, aus und führt die Arbeit in einer eigenen Abteilung fort. Chef des Projekts Glass 2.0 wird der frühere Apple-Manager Tony Fadell.

Google Glass

Details über die nächsten Schritte sind noch nicht bekannt, klar ist jedoch, dass Google mit der zweiten Version der Datenbrille vor allem alte Fehler ausmerzen und das Konzept überarbeiten möchte. Neben den zum Teil massiven Datenschutzbedenken aus allen Teilen der Welt, besonders aus Europa, zeigte das erste Modell der Glass auch einige technische Mängel. Die Batterielaufzeit der Datenbrille war beispielsweise so gering, dass Nutzer Probleme hatten, mit ihr über den Tag zu kommen.

Möglicherweise stellt Google den Nachfolger der Glass noch in diesem Jahr vor, will sich jedoch nicht auf einen genauen Termin festlegen. „Ihr werdet die zukünftige Version der Glass zu sehen bekommen, wenn sie fertig ist“, erklärt das Unternehmen auf Google+.


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