Dienstag, den 20.01.15 17:19

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Facebook & WhatsApp: Getrennte Dienste, aber mit Werbung

Facebook WhatsappRund ein Jahr nach der medienwirksamen Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp durch Facebook gibt das soziale Netzwerk Informationen zur weiteren Strategie bekannt. Die beiden Dienste WhatsApp und Facebook Messenger sollen auch weiterhin getrennt voneinander agieren, könnten in Zukunft jedoch für Werbezwecke genutzt werden.

Facebook und WhatsApp

Vor rund einem Jahr ging die Übernahme des beliebten Messengers WhatsApp durch das soziale Netzwerk Facebook durch die Medien. Zahlreiche Nutzer fürchtete sich vor der Datenkrage Facebook und wechselten zu vermeintlich sichereren Anbietern. Der Beliebtheit WhatsApp tat dies jedoch keinen Abbruch, mittlerweile nutzen rund 700 Millionen Nutzer den Messenger regelmäßig.

Neben den Bedenken zur Datensicherheit befürchteten zahlreiche User, dass Facebook den Konkurrenzdienst WhatsApp nach der Übernahme einstampfen und zugunsten des hauseigenen Services Facebook Messenger sterben lassen würde. Bislang haben sich diese Ängste nicht bewahrheitet, WhatsApp wächst und verzeichnet auch unter der Firmherrschaft von Mark Zuckerberg wachsende Userzahlen.

Kein Wunder, das Unternehmen hat für WhatsApp gut 23 Milliarden Dollar bezahlt und den Messenger bislang eigenständig agieren lassen, selbst der alte Firmensitz ist unverändert geblieben und dient als Schaltzentrale des Nachrichtendienstes. Wie der Facebook-Manager David Marcus im Rahmen der DLD 2015 (Digital Life Design) in München erklärt, wird es auch in Zukunft keine Zusammenlegung der beiden Schwester-Dienste geben.

WhatsApp und Facebook bleiben getrennt

Wie David Marcus angibt, wird die Trennung zwischen dem Facebook Manager und WhatsApp auch in Zukunft erhalten bleiben und keine Zusammenlegung der Daten stattfinden. WhatsApp werde weiterhin relativ autonom agieren und mit der Mutter Facebook lediglich zum Abgleichen der Strategie Kontakt halten. Eine gemeinsame Datenbasis oder zusätzliche Gewinne gehören laut Marcus nicht zum derzeitigen Ziel der Unternehmensspitze, die beiden Dienste sollen vielmehr in naher Zukunft jeweils die Marke von 1 Milliarde Nutzern erreichen.

 

Facebook WhatsApp

 

WhatsApp soll in den kommenden Monaten und Jahren vor allem eine Alternative zur SMS werden und die schnelle Kommunikation untereinander ermöglichen. Der Facebook Messenger hingegen wird mit weiteren Funktionen und Features aufwarten und auch Angebote für den gehobeneren Anspruch bieten. Ob und wie sich die Nutzerkreise beider Anwendungen überlappen, ist nicht bekannt.

Facebook und WhatsApp bald mit Werbung

Um diese Ziele zu erreichen, wird Facebook in den beiden Messengern nach und nach Werbung platzieren und die Plattformen entsprechend nutzen. Erste Versuche sollen jedoch im Facebook Messenger stattfinden. Das Unternehmen will über den an das soziale Netzwerk angeschlossenen Dienst testen, welche Anzeigen wie und wo platziert und wie die vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden können. Der Komfort stehe jedoch auch hier im Vordergrund, bestätigt David Marcus, die App soll “nicht mit Werbung zugekleistert” werden.

Möglich wäre es in seinen Augen, die Kommunikation auf Unternehmen auszurichten und ihnen Angebote zu unterbreiten, um über die Messenger mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Ideen, die im Facebook-Messenger gut funktionieren, könnten auch in WhatsApp integriert werden. Es sei jedoch nicht geplant, ein Bezahlgeschäft zu implementieren, erklärt Marcus.


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