Montag, den 02.02.15 16:46

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Internet-Flat adieu: Mobilfunker setzen auf Datenautomatik

o2 Base Vodafone DatenautomatikSmartphone-Tarife und Internetflatrates gehören für viele Nutzer zum alltäglichen Leben dazu. Die bequeme Datenflat mit inkludiertem Volumen und anschließender Drosselung scheint jedoch ausgedient zu haben. Das Konzept Internetflatrate verschwindet nach und nach vom Markt und wird durch Datenautomatiken und ähnliche Systeme ersetzt.

Flatrate adieu: Tschüss Datenflat?

Mobile Internetflats sind aus modernen Smartphone-Tarifen nicht mehr wegzudenken. Die pauschale Abrechnung des Internetzugangs hat bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich und wurde in den letzten Jahren mehrfach überarbeitet und angepasst. Während zu Beginn eher kleine Datenkontingente mit anschließender Berechnung populär waren, entwickelten sich nach und nach Flatrates mit unbegrenzter Nutzung heraus.

Doch auch die Surfflatrates waren nur kurze Zeit ohne Einschränkungen erhältlich. Schnell setzten die Anbieter Grenzen und legten Datenmengen fest, die mit Highspeed genutzt werden konnten. Nach Erreichen der Volumengrenze findet noch heute in vielen Fällen eine Drosselung statt, die verfügbare Geschwindigkeit wird auf GPRS-Niveau mit 64 Kbit/s oder 32 Kbit/s reduziert.

Das beliebte Modell der Drosselungs-Flats wird nun nach und nach verdrängt und durch festgelegte Kontingente und Automatiken ersetzt. Nachdem der Mobilfunkbetreiber Base ein solches Modell im vergangenen Jahr etablierte – und dafür harsche Kritik erntete – sind ab 3. Februar 2015 auch bei der Schwestermarke o2 entsprechende Tarife ohne Internetflat erhältlich. Konkurrent Vodafone führte die Datenautomatik bereits im Herbst 2014 ein, blieb jedoch vergleichsweise unbehelligt.

Base DatenautomatikMobilfunker setzen auf Datenautomatik

Die Funktionsweise der Datenautomatiken ist bei den Anbietern ähnlich. Wird das im Tarif enthaltene Highspeed-Volumen aufgebraucht, buchen Vodafone, E-Plus und o2 bis zu dreimal zusätzliches Volumen zu. Während o2 und E-Plus jeweils 100 MB aufstocken, erhalten Vodafone-Kunden bei jeder Buchung 250 MB extra. Pro Upgrade werden jeweils zwischen 2 Euro und 3 Euro fällig. Wird das dreimalige Nachbuchen bei o2 und E-Plus in drei Monaten in Folge ausgereizt, buchen die beiden Netzbetreiber automatisch ein dauerhaftes Volumenupgrade zum Preis von bis zu 5 Euro pro Monat zu.

Vorreiter Base handelte sich mit der umstrittenen Datenautomatik viel Ärger ein und rief Verbraucherschützer auf den Plan, die mit einer Abmahnung gegen die starren Prozesse vorgingen. Zum Start war das Upgrade nach dreimonatiger Überschreitung dauerhaft gebucht und für die Mindestvertragslaufzeit gültig. Mittlerweile zeigen sich die Netzbetreiber kulanter und lassen ihren Kunden mehrere Möglichkeiten, die automatischen Upgrade zu umgehen, zu deaktivieren oder ganz abzubestellen. Vodafone und o2 informieren beispielsweise per SMS über die Aufstockung und lassen die Kündigung und Deaktivierung per Kurznachricht oder Kundenhotline zu. Auf Wunsch kann bei o2 der ganze Mechanismus deaktiviert und die Drosselung reanimiert werden.

Eines haben jedoch alle drei Anbieter gemeinsam: Der Kunde muss selbst aktiv werden und persönlich gegen die Aufstockungen vorgehen. Einzig die Deutsche Telekom setzt – noch – auf klassische Datenangebote mit Drosselung. Wie lange der Bonner Mobilfunkkonzern auf die zusätzliche Einnahmequelle verzichten wird, ist unklar.


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