Donnerstag, den 26.02.15 14:44

aus der Kategorie: Mobilfunk

BITKOM: Mobile Datendienste werden beliebter als Telefonate

© Benicce - Fotolia.comBislang gehörten die Sprachdienste via Smartphone und Handy zu den Umsatzgaranten der Mobilfunkbranche. Mobile Datendienste waren zwar beliebt, reichten jedoch nicht an die Umsätze durch Telefonate heran. Laut BITKOM könnte sich dieses Verhältnis im Jahr 2015 erstmals umkehren. Die Umsätze durch mobile Datendienste stoßen die Telefonate aller Voraussicht nach vom Thron und werden für deutsche Nutzer beliebter als die Sprachdienste.

Telefonate werden immer weniger

Bislang galten Handygespräche über das Mobilfunknetz als Umsatzgarant für ein erfolgreiches Geschäftsjahr der Mobilfunkkonzerne. Die mobile Datennutzung war zwar ebenfalls beliebt, lag in ihrem Umsatzvolumen jedoch zum Teil deutlich hinter den Telefonaten zurück. Wie der Branchenverband BITKOM angibt, wird sich das Verhältnis in diesem Jahr erstmals umkehren.

Grundlage der Erhebung sind Berechnungen des „European IT Observatory“ (EITO), das anhand von Vorjahreszahlen und Prognosen ermittelte, welche Umsätze in diesem Jahr mit den einzelnen Nutzungsoptionen erreicht werden können. So werden die Umsätze mit Datendiensten den Berechnungen zufolge auf 10,3 Milliarden Euro ansteigen und damit rund 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen.

Dem gegenüber stehen die Umsätze mit den Handygesprächen, die erstmals hinter den Datenverbindungen zurückliegen. Ihr Anteil geht in diesem Jahr um satte 8 Prozent zurück und sinkt auf 9,7 Milliarden Euro ab. Das Verhältnis zwischen den beiden Faktoren kehrt sich damit um, die Datendienste werden deutlich beliebter und hängen das ehemalige Handy-Steckenpferd Telefonieren ab.

BITKOM: Mobile Dienste hängen Gespräche ab

„Wir erleben in diesem Jahr eine bedeutende Umwälzung auf dem Mobilfunkmarkt“, erklärt BITKOM-Präsidiumsmitglied Jens Schulte-Bockum. „Das mobile Internet ist zur treibenden Marktkraft geworden.“ Der Trend wird vor allem durch die Abwendung von klassischen Handys hin zu Smartphones und Tablets befeuert. Hinzukommen neue und schnellere Übertragungstechniken wie LTE und die zunehmende Verbreitung pauschaler Flatratetarifen für die Telefonie und Internetnutzung.

„Das Umsatzplus bei den mobilen Datendiensten in Höhe von 600 Millionen Euro kompensiert allerdings nicht die Verluste bei den mobilen Sprachdiensten in Höhe von 900 Millionen Euro.“, erklärt die BITKOM in ihrer Mitteilung. Jens Schulte-Bockum bestätigt den massiven Preis- und Wettbewerbsdruck der Mobilfunkbranche.

bitkomDer gestiegene Datenumsatz wirkt sich auch auf die Datenmengen aus. Während im Vorjahr noch rund 370 Millionen Gigabyte über den Äther gingen, werden es in diesem Jahr voraussichtlich 480 Millionen sein. „Wir begrüßen sehr, dass das Bundeskabinett vor kurzem den Weg für die Versteigerung der 700-Megahertz-Frequenzen geebnet hat“, sagte Schulte-Bockum. Die neuen Kapazitäten sind notwendig, um dem Datenhunger der Nutzer begegnen zu können.

Bildquelle: © Benicce – Fotolia.com


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