Montag, den 23.02.15 16:46

aus der Kategorie: E-Plus / Base, o2 News und Nachrichten

Telefónica: Fusionskosten mit E-Plus sorgen für rote Zahlen

TelefónicaAm Dienstag, den 24. Februar 2015, legt Telefónica die vorläufigen Quartalszahlen für das Weihnachtsgeschäft 2014 vor. Der im Oktober mit E-Plus fusionierte Netzbetreiber erwartet rote Zahlen, Analysten sehen in den negativen Ergebnissen jedoch positive Anzeichen für eine erfolgreiche Netzintegration.

Telefónica schreibt rote Zahlen

Telefónica plant, die vorläufigen Quartalszahlen für das vierte Quartal 2014 am Dienstag, den 24. Februar 2015, vorzulegen. Offenbar ist mit dunkelroten Zahlren zu rechnen. Die o2-Mutter hatte im Oktober 2014 die ehemalige KPN-Marke E-Plus übernommen und hohe Summen in die ersten Maßnahmen zur Integration des Netzes investiert.

Die roten Zahlen kommen nicht überraschend, bereits im Vorfeld der Fusion kündigte das Unternehmen an, im Vergleich zum Vorquartal deutlich schlechtere Zahlen zu schreiben. Noch im Sommer ging man von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus, der in den ersten Monaten nach der E-Plus-Übernahme fällig werden würde. Neueren Erkenntnissen nach ist mit Kosten von bis zu 400 Millionen Euro zu rechnen.

Unterm Strich rechnen Experten und Analysten mit einem Minus von bis zu einer halben Milliarde Euro, verursacht durch die Übernahme von E-Plus und den ersten Maßnahmen zur Netzintegration. Rechnet man diese Sonderposten heraus, dürfte es dennoch einen leichten Umsatzrückgang geben. Noch ein Jahr zuvor erzielte Telefónica einen Umsatz von etwas mehr als 2 Milliarden Euro, im Schlussquartal 2014 könnte er auf knapp 1,99 Milliarden Euro gesunken sein.

Fusionskosten nach E-Plus-Übernahme hoch

Von den hohen Kosten und sinkenden Umsätzen ist auch das Gesamtbetriebsergebnis betroffen, welches allem Anschein nach auf rund 350 Millionen Euro absinkt. Die Entwicklung kommt für Telefónica nicht überraschend, das Unternehmen hatte kurz vor der Übernahme von E-Plus bekannt gegeben, im vierten Quartal 2014 andere Zahlen als üblich zu schreiben.

Nach der erfolgreichen Fusion mit E-Plus will Telefónica rund 5 Milliarden Euro an Kosten einsparen, gelingen soll dies durch eine effektive Netzpolitik und die Zusammenlegung der Infrastruktur. Von den derzeit rund 40.000 Sendeanlagen sollen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten knapp 14.000 wegfallen und für eine Kostenersparnis sorgen. Auch im Bereich Personal gibt es bereits Veränderungen. Von den noch Anfang des Jahres besetzten 9.100 Vollzeitstellen im Unternehmen sollen bis 2018 knapp 1.600 wegfallen, rund ein Sechstel aller Arbeitsplätze.

Für Experten sind die hohen Integrationskosten kurz nach der Übernahme ein gutes Zeichen und ein erster Indikator für eine erfolgreiche Strategie. Wie diese sich im Laufe der Zeit entwickeln und ob sie das Unternehmen innerhalb der gesetzten Fristen zum Ziel führen wird, werden die Quartalszahlen der nächsten Monate zeigen.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum: o2 Forum E-Plus / Base Forum

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Telefónica: Fusionskosten mit E-Plus sorgen für rote Zahlen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum