Mittwoch, den 25.02.15 14:02

aus der Kategorie: Mobilfunk

Simkarten-Hack: Gemalto erklärt Sim-Chips für sicher

Nano-SIMVor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Geheimdienste NSA und GCHQ im Jahr 2010 Millionen an Simkartenverschlüsselungscodes gestohlen haben sollen und damit in der Lage sind, zahlreiche Nutzer abzuhören. Der betroffene Hersteller Gemalto äußert sich nun zu den Vorwürfen und räumt Hackerangriffe ein. Die betroffenen Simkarten seien jedoch nach wie vor sicher.

Simkarten-Hack der NSA und des GCHQ

Ende letzter Woche machte die Enthüllungsplattform “The Intercept” Schlagzeilen, als sie Informationen aus den von Edward Snowden bereitgestellten Dokumenten veröffentlichte, die den massenhaften Diebstahl sensibler Verschlüsselungscodes belegten. Im Jahr 2010 sollen der amerikanische Geheimdienst NSA und der britische Nachrichtendienst GCHQ Millionen der Codes abgefischt haben, die sich zum Abhören und Mitschneiden von Mobiltelefonaten nutzen lassen.

Ziel des Angriffs war der niederländische Simkartenproduzent Gemalto, der pro Jahr rund zwei Milliarden Karten herstellt und unter anderem die deutschen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 beliefert. Gemalto kündigte nach Bekanntwerden des möglichen Hackerangriffs an, den Vorfall genauer zu untersuchen.

In einer Stellungnahme gibt das Unternehmen Entwarnung. Zwar habe es in der Vergangenheit einen Cyberangriff auf die Netzinfrastruktur gegeben, der höchstwahrscheinlich von den Geheimdiensten initiiert worden ist, die Hacker hätten jedoch lediglich ein Büronetz infiltriert. Dieses sei nicht mit den Datenbanken der Simkartencodes verbunden gewesen, Gemalto hält es für unwahrscheinlich, dass die im Snowden-Dokument genannten Daten tatsächlich gestohlen worden sind. Ein Angriff in die mit den Codes bestückten Infrastrukturen konnte nicht festgestellt werden.

Gemalto SimkartenGemalto erklärt Simkarten für sicher

Den Angaben des Unternehmens zufolge sind die angeblich millionenfach kompromittierten Simkarten sicher und können nicht durch die Geheimdienste abgehört werden. Ob Gemalto als einziger Hersteller Ziel der Attacke wurde, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Möglicherweise stand auch der deutsche Simkarten-Produzent Giesecke & Devrient im Fokus der Bemühungen. Das Unternehmen beliefert rund 350 Mobilfunkanbieter weltweit und gehört zu den führenden Herstellern.

Doch auch bei Giesecke & Devrient konnte kein Diebstahl der sensiblen Simkartenschlüssel festgestellt werden. “G&D hat bisher keine Erkenntnisse darüber, dass SIM-Kartenschlüssel entwendet wurden. Wir haben jedoch nach Bekanntwerden der Attacken sofort zusätzliche Maßnahmen eingeleitet, um die etablierten Sicherheitsprozesse gemeinsam mit unseren Kunden zu überprüfen.”, erklärt Stefan Auerbach, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des Geschäftsbereichs Mobile Security bei G&D.


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