Dienstag, den 03.03.15 11:35

aus der Kategorie: Vodafone

Vodafone-Chef fordert höhere Mobilfunkpreise

Vodafone-ZentraleUm den Netzausbau voranzutreiben und zeitnah in den nächsten Mobilfunkstandard 5G investieren zu können, fordert Vodafone-Chef Vittorio Colao höhere Mobilfunkpreise. Der CEO erklärte zudem gegenüber Journalisten, der Flickenteppich der europäischen Mobilfunkanbieter biete keinen Raum für Wettbewerb, sondern führe direkt in die Zerstörung.

Vodafone fordert höhere Mobilfunkpreise

Im Frühling 2012 läutete die damalige E-Plus-Marke Yourfone das Rennen um die günstigsten Preise ein und warb mit einem Allnet-Flat-Angebot inklusive Internetflat zum Preis von rund 20 Euro. Zahlreiche Anbieter zogen nach, mittlerweile sind die günstigen Pauschaltarife im Preissegment zwischen 15 Euro und 25 Euro fester Bestandteil der Tarifstruktur der Discounter. Die Preispolitik wirkte sich auch auf die Tarife der Netzbetreiber, Provider und Anbieter aus, die ihre Angebote zum Teil deutlich nach unten korrigieren mussten, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Im Rahmen des derzeit in Barcelona stattfindenden Mobile World Congress äußerte sich Vodafone-Chef Vittorio Colao zu dem Problem und forderte deutlich höhere Mobilfunkpreise ein. Im jetzigen Preissegment sieht er keine Chancen, den weiteren Netzausbau zügig voranzutreiben oder zeitnah in neue Übertragungstechniken wie den 5G-Standard zu investieren.

„Die Preise müssen steigen, wenn wir Investitionen in 5G haben wollen.“, erklärte Vittorio Colao gegenüber Journalisten. Zudem glaubt er, der europäische Mobilfunkmarkt könne sich nur durch Fusionen einzelner Anbieter weiterentwickeln. „Wenn man zu viele Player hat, zerstört das eine Industrie. Und dann gibt es nicht mehr Wettbewerb, sondern mehr Zerstörung.“

Vodafone-Chef spricht sich für weniger Wettbewerb aus

Der Gedanke, die Akteure auf dem Mobilfunkmarkt zu beschränken und ihre Vielzahl zu verringern, ist nicht neu. Auch Telekom-Chef Timotheus Höttges hatte sich bereits für eine stärkere Regulierung des Internetwettbewerbs ausgesprochen. Colao zieht jedoch enge Grenzen, wie weit eine Regulierung in seinen Augen notwendig ist und distanziert sich von dem Gedanken, den Telekommunikationsunternehmen freie Hand zu lassen. „Ein Punkt, an dem ich mit der Deutschen Telekom, Telefónica und Telecom Italia nicht übereinstimme, ist, wenn sie sagen, vergessen wir die Wettbewerbsregeln, wir sollten machen können, was wir wollen.“ Telekom-Chef Timotheus Höttges hatte sich kurz zuvor zur Regulierung von Unternehmen geäußert: „Wir wollen die Internet-Firmen nicht in eine Regulierung zwingen. Aber wenn sie davon befreit sind, wollen wir es auch sein.“

Die Diskussionen um die Sicherheit von Nutzerdaten und die Verschlüsselung sensibler Informationen sieht Colao differenziert: „„Die Verschlüsselung von Google, Apple, Facebook ist ein Weg, die Kunden zu schützen. Gut. Aber die Kunden wollen auch nicht in die Luft gejagt werden, wenn sie in den Supermarkt gehen.“ Unternehmen wie Vodafone gewähren Behörden Zugang zu Kundendaten und gehen transparent mit den Informationen um. „Ich denke nicht, dass die richtige Lösung ist, zu sagen, ich rücke die Schlüssel nicht raus, weil ich aus einem anderen Rechtsraum komme.“


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