Dienstag, den 10.03.15 17:15

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Telekom: Auch Telefonanschlüsse von All-IP-Umstellung betroffen

Telekom ZentraleOffenbar sind von der bis 2018 stattfindenden Umstellung auf All-IP nicht nur Telekom-Kunden mit einem DSL-Anschluss betroffen, sondern auch die rund 6 Millionen Nutzer eines klassischen Telefonanschlusses des Bonner Unternehmens. Wie die Telekom mitteilt, müssen betroffene Kunden für die Umstellung jedoch keine neuen Verträge abschließen oder neue Hardware installieren.

Telekom IP-Umstellung bis 2018

Bis 2018 will die Telekom ihr Internetgeschäft vollumfänglich auf All-IP umstellen und dabei auch die zahlreichen Bestandskunden auf die neue Technik migrieren. Seit Ende 2014 geht die Telekom rigoros gegen wechselunwillige Kunden vor und spricht erste Zwangskündigungen aus, sollten diese ihren Anschluss nicht freiwillig auf ein IP-Produkt umstellen wollen.

Bislang waren vor allem die zahlreichen DSL- und Internetzugänge betroffen, die noch nicht auf dem IP-Verfahren liefen, sondern entkoppelt mit DSL und ISDN betrieben wurden. Offenbar trifft die Umstellungswelle nun nach und nach auch Kunden, die noch kein DSL der Telekom nutzen, sondern lediglich über einen klassischen Telefonanschluss des Anbieters telefonieren.

Wie Jörg Rechermann, Geschäftsleiter des Telekom Kundenservice, auf einem Workshop erklärt, sollen nach und nach auch die noch vorhandenen rund 6 Millionen klassischen Telefonanschlüsse im Bundesgebiet auf IP migriert werden, berichtet golem.de. Von den Plänen sind sowohl analoge als auch ISDN-Anschlüsse betroffen.

Telefonanschlüsse ohne ISDN von Umstellung betroffen

Die großflächige Umstellung hat vor allem technische Gründe. Das klassische ISDN-Netz ist in die Jahre gekommen, vergleichsweise teuer in der Wartung und Erhaltung und kann kaum noch mit Ersatzteilen versorgt werden. Dennoch sträuben sich viele Kunden gegen eine Umstellung und fürchten technische Einschränkungen und Nichterreichbarkeiten, sollte das im IP-Verfahren für die Telefonie genutzte Internetsignal gestört sein oder ein Stromausfall den notwendigen Router außer Gefecht setzen.

Telekom IP

Die komplette Umstellung soll bis 2018 abgeschlossen sein, die ersten Kunden wurden bereits Ende des letzten Jahres mit Kündigungen seitens der Telekom konfrontiert. Jörg Rechermann erklärte, die ersten Ortsnetze müssten technisch und rechtlich bedingt bereits bis 2016 umgestellt werden.

Betroffenen Kunden mit einem klassischen Telefonanschluss sollen jedoch keine Nachteile durch die Umstellung entstehen, auch von weitreichenden technischen Veränderungen sollen sie verschont bleiben. Offenbar simuliert die Telekom die notwendige IP-Technik direkt an der Vermittlungsstelle und muss keine umfassenden Umbauten beim Kunden vornehmen. Diese benötigen weder eine neue Hardware noch neue Tarife und Verträge.


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