Montag, den 23.03.15 16:45

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Online-Einkauf: So erkennen Kunden unseriöse Online-Shops

Online-shop-mftNeben bekannten Anbieter wie Amazon, Cyberport und Co. tummeln sich tausende unterschiedliche Online-Geschäfte im Netz, die das ein oder andere Schnäppchen und attraktive Konditionen versprechen. Nicht immer erhalten interessierte Käufer jedoch das Produkt, das sie bestellt haben. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Online-Einkauf achten müssen und wie Sie seriöse Shops erkennen.

Online-Shops locken mit Schnäppchen

Gerade vor anstehenden Feiertagen boomen die Geschäfte der Online-Händler und versprechen mir Rabattaktionen, Sonderkondition und attraktiven Angeboten das ein oder andere Schnäppchen. Neben bekannten Anbietern wie Amazon. Cyberport und Co. tummeln sich im Internet tausende kleine Shops, die nicht mit einem großen Namen aufwarten können.

Immer häufiger sind unter ihnen auch Betrüger vertreten, die die Schnäppchenjagd der Käufer ausnutzen und mit besonders attraktiven Konditionen locken. Häufig erhalten die Käufer im Anschluss keine Ware oder Güter in nicht vereinbartem Zustand. Mit einigen Kniffen lassen sich schwarze Schafe leicht erkennen und Mogelangebote enttarnen. Als Faustregel gilt: Nicht jeder unbekannte oder kleine Händler ist ein Betrüger, dennoch sollten Sie die wichtigsten Merkmale eines seriösen Angebots kennen, um nicht in die Abzock-Falle zu tappen.

Seriöse Onlineshops erkennen

Der beste Ratgeber in Sachen Seriosität ist das eigene Gefühl. Haben Sie bei einem Onlinehändler bedenken? Kommt ihnen das Angebot zu gut vor, um wahr zu sein? Stört Sie die Aufmachung des Internetauftritts oder geben andere Details Anlass zur Sorge? Nehmen Sie diese Warnzeichen ernst und holen Sie genauere Informationen ein, bevor Sie eine Bestellung tätigen.

Häufig versuchen Betrüger ahnungslose Kunden mit besonders günstigen Preisen zu ködern und bieten begehrte Produkte wie Elektronik, Markenkleidung oder Sammlerstücke deutlich unter dem Marktpreis an. Liegt ein Onlineshop preislich deutlich unter dem Angebot anderer Anbieter ist Vorsicht geboten. Welcher Marktpreis üblich ist, kann am einfachsten über verschiedene Preissuchmaschinen, etwa günstiger.de oder idealo.de, ermittelt werden.

Fallen Ihnen Ungereimtheiten im Onlineauftritt des Händlers auf, etwa eine sehr lieblose Gestaltung, zahlreiche Schreib- und Grammatikfehler, verschiedene Schriftstile und Layouts oder gar verschiedene Sprachen sollten Sie hellhörig werden. Obwohl viele Betrüger erkannt haben, dass ein seriöser Auftritt deutlich mehr Opfer in die Falle lockt, nutzen viele noch immer automatisch ins Deutsche übersetzte Texte oder basteln ihre Homepage nur schlampig zusammen.

© Benicce - Fotolia.com

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Impressum und Ersteindruck beachten

Im Impressum finden Sie die rechtlichen Pflichtangaben des Verkäufers. Er ist gesetzlich dazu verpflichtet, im Impressum seinen Namen, seine Anschrift und seine Kontaktinformationen zu nennen sowie Daten zu möglichen Handelsregistereintragungen, die Umsatzsteueridentifikationsnummer und ggf. Informationen über die Rechtsform des Unternehmens.

Fehlen diese Angaben vollständig oder sind nur unzureichend eingetragen, kann dies auf eine mögliche Betrugsabsicht hindeuten. Für einen seriösen Händler sind diese Angaben kein Problem und von Rechts wegen vorgeschrieben.

Rechnung, Vorkasse, PayPal, Nachnahme und Co.

Auch die angebotenen Arten der Bezahlung können mögliche Betrüger entlarven und sollten vor der Bestellung in Erfahrung gebracht werden. Seriöse Händler bieten ihren Kunden häufig eine Vielzahl an unterschiedlichen Zahlungswegen an und setzen nicht nur auf Rechnung, Vorkasse und Nachnahme, sondern nutzen immer häufiger auch digitale Bezahlmethoden wie PayPal, Sofortüberweisung oder ähnliches.

Bietet ein Shop hingegen lediglich Vorkasse an, sollten Sie aufhorchen. Anders als bei einem Lastschrifteinzug, der Bezahlung mit PayPal oder anderen Bezahloptionen haben sie bei einer Überweisung in Vorkasse nur begrenzte Möglichkeiten, die geleistete Zahlung zurückzufordern. Eine Rückbuchung ist häufig nur eine kurze Zeit lang möglich und erlischt, sobald das Geld dem Empfängerkonto gutgeschrieben wurde. Stellen Sie Tage später fest, dass keine Ware eintreffen wird, ist es meist schon zu spät.

Die Bezahlung per Rechnung, per Nachnahme oder per PayPal bietet hingegen deutlich mehr Möglichkeiten, im Falle von Problemen die geleistete Zahlung zurückzufordern oder vor der Begleichung der Rechnung die Ware zu prüfen. Aus diesem Grund sind die übrigen Bezahlmethoden bei Betrügern unbeliebt und werden häufig nicht oder nur rudimentär angeboten.

mTan-Betrug

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Versandkosten, Widerruf und Datenschutz

Bevor Sie eine Bestellung in einem Onlineshop tätigen, werfen Sie einen Blick auf die anfallenden Versandkosten. Nicht immer sind diese als günstig zu erachten und schlagen je nach Ware und Wert mit unterschiedlichen Gebühren zu Buche. Das Schnäppchen-Smartphone wird so schnell zum Durchschnittsangebot und durch die hohen Versandkosten unattraktiv.

Auch die Kosten für einen möglichen Widerruf sollten im Vorfeld in Augenschein genommen werden. Seit Juni 2014 gilt ein neues EU-weites Widerrufsrecht, welches die möglichen Rücksendekosten dem Kunden auferlegt. Je nach Ware und deren Größe können die so anfallenden Kosten unterschiedlich ausfallen. Zahlreiche Onlinehändler bieten den Widerruf jedoch nach wie vor kostenfrei an und stellen passende Versandlabel bereit – Die Informationen dazu finden Sie im Kleingedruckten der Onlineshops.

Ab und an sind bestimmte Produkte von einem 14-tägigen Widerruf ausgeschlossen, etwa auf Kundenwunsch angefertigte Einzelstücke oder Hygieneartikel. Beachten Sie zudem, dass der Händler einen Wertverlust geltend machen kann, sollten Sie die Ware über Gebühr verwendet haben. Das Widerrufsrecht legt fest, dass online erworbene Artikel zwar begutachtet und getestet werden können, die Nutzung jedoch im Rahmen bleiben muss. Als Faustregel gilt das, was auch in einem Shop vor Ort möglich gewesen wäre. Den schicken Pullover zwei Wochen lang tragen und nach dem dritten Waschvorgang widerrufen ist so vom Gesetz nicht vorgesehen und kann zu Problemen führen.

Im Kleingedruckten sind in der Regel auch die Hinweise zum Datenschutz zu finden, der vor allem bei unbekannten und kleineren Shops nicht außer Acht gelassen werden sollte. Wer sich in Zukunft vor der regelmäßigen Zusendung von Katalogen. Newslettern oder Partnerangeboten schützen möchte, sollte aufpassen, welche Erlaubnis er dem Händler erteilt. Die Shopbetreiber sind verpflichtet, Sie darüber zu informieren, was mit Ihren persönlichen Informationen wie Name, Adresse und Bankverbindung passiert und wie die Daten verwendet werden. Auch auf die mögliche digitale Nachverfolgung ihrer Surfgewohnheiten durch den Einsatz von Trackingtools und Klickzählern muss hingewiesen werden.

Bildquelle: © momius – Fotolia.com


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