Dienstag, den 24.03.15 17:20

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Vodafone: Verbraucherzentrale mahnt Papierrechnung ab

VodafoneObwohl laut Entscheidung des Bundesgerichthofs nur unter bestimmten Bedingungen Gebühren für die Zusendung einer Papierrechnung erhoben werden dürfen, fordern viele Anbieter und Netzbetreiber noch immer bis zu 5,11 Euro für die Rechnung in gedruckter Form. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern mahnt deshalb den Netzbetreiber Vodafone ab und bereitet rechtliche Schritte vor, sollte der Anbieter nicht freiwillig einlenken.

Papierrechnung darf meist nichts kosten

Bei den meisten Mobilfunkanbietern gehört eine digitale Onlinerechnung zum Standard, die gedruckte Version per Post war bislang in den meisten Fällen nur gegen Aufpreis erhältlich. Wie der Bundesgerichtshof im Oktober 2014 entschied, darf für das Abrechnungsdokument nur dann eine zusätzliche Gebühr erhoben werden, wenn der Mobilfunkanbieter keine Shop-Geschäfte betreibt, keine Abschlüsse per Telefon anbietet und seine Produkte lediglich online vertreibt.

Doch auch ein halbes Jahr nach dem kundenfreundlichen Urteil sind die Kosten noch immer fester Bestandteil vieler Mobilfunk-Preislisten. So gibt beispielsweise Vodafone in seinem „InfoDok 100“ nach wie vor eine monatliche Gebühr in Höhe von 1,50 Euro für die Papierrechnung an. Bei klarmobil kostet die gedruckte Abrechnung 1,99 Euro pro Monat. In der Vergangenheit ermittelte der Verbraucherzentrale Bundesverband monatliche Gebühren von bis zu 5,11 Euro pro Rechnung.

Die Verbraucherzentralen gehen verstärkt gegen säumige Anbieter und Netzbetreiber vor, die trotz gültigem BGH-Urteil noch immer zusätzliche Gebühren für die gedruckte Rechnung verlangen. Die Verbraucherschützer der Zentrale in Mecklenburg-Vorpommern geben bekannt, den Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone abgemahnt zu haben und rechtliche Schritte einzuleiten, sollte der Anbieter den Richtlinien des BGH nicht nachkommen.

Verbraucherzentrale mahnt Vodafone ab

Der Grund für die Intervention ist die für März 2015 gültige Preisliste des Unternehmens, das „InfoDok 100“, in dem sich auf Seite 40 die Nennung eines Preises für die Papierrechnung findet. Der Netzbetreiber erhebt nach wie vor eine Gebühr von 1,50 Euro pro Rechnung und Kundenkonto und bietet lediglich die Onlinerechnung kostenfrei an.

Vodafone Abmahnung Rechnung

Auszug aus dem InfoDok 100 mit Stand: März 2015

Der Anbieter mit einem eigenen Filialnetz lässt jedoch nicht nur die Buchung seiner Tarife über den Onlineshop zu, sondern ermöglicht den Vertragsabschluss auch in einem der zahlreichen Vodafone-Shops und über das Telefon. Er fällt damit nicht unter die vom BGH festgelegten Kriterien, die eine kostenpflichtige Papierrechnung erlauben.

„Die Verbraucherschützer aus Rostock haben den Anbieter nunmehr schriftlich aufgefordert, dies zu unterlassen. Eine Klage wurde für den Fall in Aussicht gestellt, wenn der Mobilfunkanbieter keine Unterlassungserklärung abgibt und seine Preisliste nicht ändert.“, erklären die Verbraucherschützer auf ihrer Homepage.


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1 Kommentar zu Vodafone: Verbraucherzentrale mahnt Papierrechnung ab

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  1. Die Frechheit von Vodafone kennt wohl keine Grenzen. Bei mir haben sie es nicht mal versucht für die Papierrechnung extra Geld zu verlangen, denn ich war mit der Zusendung der Rechnung per elektronischen Brief (Engl. E-Mail) einverstanden. Allerdings VERSCHLÜSSELT! Meinen öffentlichen PGP-Schlüssel habe ich auf einem der Schlüsselserver hochgeladen und Vodafone gebeten sich diesen herunterzuladen. Zusätzlich habe ich ihn in Textform in meiner Nachricht an Vodafone hinzugefügt. Das haben die Trottel nicht auf die Reihe gekriegt, deshalb bekomme ich die Rechnung auf Papier OHNE extra Kosten. Vodafone ist NICHT in der Lage elektronische Briefe zu verschlüsseln! Fünf Jahre nach Edward Snowden! Als Internetprovider und E-Postfachanbieter. Das ist ein Skandal!!! Ich kenne Jugendliche und ich kenne Rentner die E-Briefe verschlüsseln können, aber Vodafone Mitarbeiter können es nicht!

    Als ich meinen Anschluss bei Vodafone Online bestellte, hatte ich die Möglichkeit per Lastschrift meine Rechnungen zu bezahlen, oder per Überweisung. Die zweite Option sollte zusätzlich 2,50 € kosten. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Ich wählte Überweisung und bezahlte dann brav in Bar im Vodafoneshop. Die 2,50 € zog ich vom Rechnungsbetrag natürlich immer ab mit der Begründung, dass ich nicht überweise, sondern das EINZIGE gesetzliche Zahlungsmittel BARGELD verwende. Das heißt: Vodafone (und jeder andere) MUSS es annehmen und zwar OHNE irgendwelche zusätzlichen Kosten. Nach einem halben Jahr schrieb ich dann Vodafone an und siehe da: ich muss nix für eine Überweisung bezahlen. Jetzt habe ich eine KOSTENLOSE Papierrechnung und es wird keine „Überweisung“ extra berechnet. Es geht! Leute, bleibt standhaft und lasst euch nicht verarschen!

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