Mittwoch, den 29.04.15 16:44

aus der Kategorie: Mobilfunk

Frequenzauktion: Auch Airdata klagt gegen Zulassungsverfahren

Airdata FrequenzauktionNach Telefónica und Liquid Broadband reicht nun ein dritter Anbieter Klage gegen die von der Bundesnetzagentur für den 27. Mai 2015 festgelegte Frequenzversteigerung ein. Wie die Aufsichtsbehörde in der vergangenen Woche bekannt gab, wurden lediglich die drei etablierten Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefónica zur Auktion zugelassen. Für das Stuttgarter Mobilfunkunternehmen Airdata eine nicht nachvollziehbare Entscheidung.

Frequenzauktion scheidet die Geister

Die für den 27. Mai 2015 angekündigte Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur scheidet seit Monaten die Geister. Das Vergabeverfahren sieht eine gleichberechtigte Auktion vor, in der alle Teilnehmer gegeneinander bieten, unabhängig, ob es sich um einen etablierten Anbieter wie Telekom, Vodafone oder Telefónica oder um einen Neueinsteiger handelt. Schon im Vorfeld der finalen Entscheidung stieß das geplante Auktionsverfahren auf Kritik.

Mitte der vergangen Woche gab die Bundesnetzagentur bekannt, zur Auktion nur die drei etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica zuzulassen. Interessenten konnten sich im Vorfeld bewerben und wurden auf ihre Tauglichkeit überprüft. Kleinere Anbieter oder Neueinsteiger werden den Angaben der Behörde zufolge nicht an der Versteigerung teilnehmen.

Gegen das Vergabeverfahren legten sowohl Telefónica als auch der als potentieller vierter Netzbetreiber gehandelte Neueinsteiger Liquid Broadband Klage ein. Wie nun bekannt wird, geht auch das Stuttgarter Mobilfunkunternehmen Airdata gerichtlich gegen die Versteigerung vor und beklagt die nicht nachvollziehbare Entscheidung der Behörde. Das Unternehmen hatte sich ordnungsgemäß beworben und eine Absage erhalten, Liquid Broadband hatte aus Protest keine Bewerbung eingereicht. Telefónica wiederum befürchtet eine unfaire Benachteiligung, da die Erlöse der Auktion für den Breitbandausbau verwendet werden sollen und damit zu großen Teilen zurück an die Telekom fließen würden.

Airdata klagt gegen Zulassungsverfahren

Von einem transparenten Auktionsverfahren, bei dem kleinere Anbieter eine realistische Chance haben, sei nichts zu erkennen, beklagt Airdata in einer Pressemitteilung. “Mittelständische Firmen wurden systematisch ausgeschlossen. Damit schottet die Bundesnetzagentur nicht nur den Markt weiter ab, sondern verhindert konsequent den Wettbewerb zu Lasten der Verbraucher.”, bestätigt auch AIRDATA-Vorstand Christian Irmler. “Wir sind finanziell und technologisch optimal aufgestellt. Daher können wir nicht nachvollziehen, warum uns die Bundesnetzagentur schon zum zweiten Mal ausschließt.”

Bundensetzagentur
Airdata sieht in dem Vorgehen einen bewussten Ausschluss kleinerer Unternehmen, “weil die Bundesnetzagentur offenbar nur die großen Unternehmen im Spiel halten will.” Der Stuttgarter Mobilfunkkonzern hatte in der Frequenzauktion 1999 Bänder im 2,6 GHz-Bereich erworben und musste diese 2007 abgeben. Der Grund war eine Befristung, um die Frequenzen ab 2008 als mögliches „UMTS-Erweiterungsband“ nutzen zu können. “Dieser Ansatz einer technologiespezifischen Reservierung von Frequenzbändern wurde auf europäischer und nationaler Ebene bereits 2006 fallen gelassen.”, erklärt Airdata. “Dennoch lehnte die BNetzA im Jahr 2005 die für die Weiterentwicklung des Netzausbaus benötigte Laufzeitverlängerung ab. Grund, so die Behörde, sei die Knappheit der Frequenzen. Bis heute jedoch nutzt keines der anderen Unternehmen das AIRDATA-Frequenzband kommerziell.”


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