Montag, den 11.05.15 13:21

aus der Kategorie: Vodafone

Vodafone SpeedGo-Datenautomatik kann deaktiviert werden

Vodafone SpeedGo DatenautomatikNeben BASE und o2 nutzt auch der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone seit einiger Zeit eine Datenautomatik und offeriert den Dienst als „Service der hauseigenen RED-Tarife“. Die automatische Aufbuchung zusätzlicher Datenkontingente kann sich schnell zur Kostenfalle entwickeln. Obwohl eine vollständige Deaktivierung von Vodafone nicht vorgesehen ist, kann der Dienst über die Kundenbetreuung gesperrt werden.

Vodafone SpeedGo-Datenautomatik

Obwohl sich Vorreiter BASE im vergangenen Jahr noch Ärger mit Verbraucherschützern und Kunden einhandelte, setzen seit einiger Zeit auch die Netzbetreiber Vodafone und o2 auf die umstrittene Datenautomatik. BASE ließ seinen Kunden zum Start keine Wahl, ob sie an der Datenautomatik teilnehmen wollten oder nicht – nach einer Abmahnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen musste der Anbieter den benachteiligenden Passus abändern und kundenfreundlicher agieren.

Diesen Fehler wiederholten weder Vodafone noch o2. Beide Anbieter informieren ihre Kunden per SMS, sobald die Grenze zur Automatik erreicht wurde und geben ihnen so die Möglichkeit, der Aufbuchung zu widersprechen. Die Telefónica-Marke o2 bietet zudem die vollständige Deaktivierung des Dienstes an. Wurde die Volumengrenze erreicht, greift in diesem Fall die übliche Drosselung.

Eine solche Sperre war bislang bei Vodafone nicht vorgesehen, das Angebot verstand sich als „Service der hauseigenen RED-Tarife“ und ist seit Ende März auch in zahlreichen Alttarifen, etwa den SuperFlats oder Basic-Angeboten, inklusive. Im gesamten Portfolio informiert Vodafone per SMS, sobald 90 Prozent des inkludierten Datenvolumens aufgebraucht wurden. Ist alles verbraucht, bucht das Unternehmen in den RED-Tarifen bis zu dreimal 250 MB zu und erhebt pro Vorgang eine Gebühr von 3 Euro. In den älteren Tarifen umfasst das Upgrade bis zu dreimal 100 MB zum Preis von je 2 Euro.

Vodafone-Datenautomatik in RED-, Smart- und SuperFlat-Tarifen

Im neuen RED-Portfolio mit 1,5 GB, 3 GB, 8 GB und 20 GB ist die „SpeedGo“ genannte Datenautomatik seit 6. Oktober 2014 inklusive, in den übrigen älteren Tarifen seit 24. März 2015. Die Automatik wird aktiviert, sobald ein entsprechender Tarif neu abgeschlossen oder verlängert wird.

Betroffene Kunden werden nicht nur per SMS informiert, sobald 90 Prozent des inkludierten Datenvolumens aufgebraucht sind, sondern können das automatische Upgrade im Anschluss auch stoppen. Wie die Mitteilung erklärt, kann der Aufbuchung mit einer SMS mit dem Inhalt „Langsam“ widersprochen werden. In diesem Fall erfolgt die übliche Drosselung auf GPRS-Niveau mit bis zu 32 Kbit/s.

Vodafone SpeedGo Datenautomatik

Vodafones Datenautomatik „SpeedGo“

Allerdings setzt SpeedGo mit dieser SMS nicht dauerhaft aus, sondern wird lediglich für den aktuellen Abrechnungszeitraum gestoppt. Vodafone ließ bislang keine vollständige Deaktivierung der Datenautomatik zu, bietet den Service jedoch allem Anschein nach über die Kundenbetreuung an. Im Vodafone-Forum berichtet der User Coldy_: „Du musst den Kundenservice Anrufen und Sagen das man die Buchungen von Speed Go gesperrt haben willst. Das hat bei mir geklappt und hat 10 Minuten gedauert, da der Kundenservice nachfragen musste. Danach bekommst du eine Bestätigungs SMS das Speed Go gesperrt ist.“

Vodafone SpeedGo deaktivierbar

Offenbar ist das Vorgehen der Vodafone-Servicemitarbeiter nicht einheitlich geregelt. Während Coldy_ positives berichtet, gibt der Nutzer degross an, vom Service-Chat folgende Aussage erhalten zu haben: „Eine dauerhafte Deaktivierung ist nicht vorgesehen. Sie müssen jeden Monat auf die SMS reagieren. Aber die kommt ja nur wenn sie ihr Volumen aufbrauchen“. Die vollständige Sperrung der SpeedGo-Option scheint jedoch kein Einzelfall, auch der Blog iphone-ticker.de berichtet von Lesern, die die Datenautomatik erfolgreich deaktivieren konnten.

Betroffene Vodafone-Kunden sollten sich nicht entmutigen lassen und Vodafone ggf. mehrfach um eine Sperrung des Upgrades bitten. Offenbar hängt der Erfolg stark von der Kulanz des jeweiligen Mitarbeiters ab, eine Deaktivierung ist grundsätzlich jedoch möglich.


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