Sonntag, den 24.05.15 15:56

aus der Kategorie: Mobilfunk

Roaming-Gebühren sollen bis 2018 abgeschafft werden

telekom-lte-roaming-europaDas Ringen um die innerhalb Europas erhobenen Roaming-Gebühren nimmt kein Ende. Obwohl die Abschaffung der zusätzlichen Kosten ursprünglich bis Dezember 2015 beschlossen werden sollte, verhandelt die zuständige EU-Kommission das Aus frühestens 2018. Dann jedoch endgültig, bestätigen einige Abgeordnete, die eine weitere Kehrtwende nicht hinnehmen wollen.

Ringen um die Roaming-Gebühren

Die innerhalb Europas erhobenen Roaming-Gebühren für Gespräche, SMS und Datenvolumen scheiden seit Tagen die Geister. Seit mehreren Jahren sinken die Kosten kontinuierlich ab und liegen vielerorts bereits unter den Gebühren, die im Inland erhoben werden. Bis spätestens 2016 sollte das Roaming innerhalb der EU vollständig abgeschafft werden.

Die zuständige EU-Kommission konnte sich jedoch trotz dieser Ankündigung nicht final auf ein Ende einigen, vertagte die Entscheidung und verhandelt frühestens 2018 erneut. Als Kompromiss sehen die Pläne vorerst ein pauschales Jahreskontingent vor, mit dem europäische Kunden im Ausland zu gewissen Konditionen nach Hause kommunizieren können. Eine Entscheidung darüber, wie dieser “Roam like home”-Tarif genau aussehen wird, ist noch nicht gefallen.

Die plötzliche Kehrtwende der EU verärgert vor allem die Branchenverbände, die im Interesse der Kunden fest mit der Abschaffung der Roaming-Gebühren gerechnet haben. “Roaming-Gebühren sind das Gegenteil von einem gemeinsamen Binnenmarkt in Europa und deshalb nicht mehr zeitgemäß”, erklärt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). “Roaming-Gebühren gehören abgeschafft – ohne Wenn und Aber. So hatte es das Europäische Parlament bereits im April 2014 beschlossen. Verbraucher erwarten zu recht, dass es keine Rolle rückwärts der europäischen Politik geben wird.”

Roaming-Abschaffung 2018

Offenbar stößt die jüngste Entscheidung der EU nicht bei allen beteiligten Abgeordneten auf Gegenliebe. Die vertagte Abschaffung der Roaming-Gebühren soll spätestens 2018 final geklärt werden. “Ein späteres Datum [als] Ende 2018 für die Abschaffung der Roaming-Zuschläge ist mit uns nicht zu machen.”, erklärte CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler gegenüber dem Handelsblatt.

Auch der vzbv fordert ein einheitliches Vorgehen. Es dürfe “nicht zu einem „Kuhhandel“ kommen, bei dem die Abschaffung der Roaming-Gebühren mit einem Verzicht auf die Sicherung der Netzneutralität erkauft wird.” Beide Optionen werden offenbar derzeit verhandelt und in die Überlegungen einbezogen.

Wie der vzbv angibt, scheint vor allem der EU-Rat, der die Regierungen der Mitgliedsstaaten vertritt, gegen eine Abschaffung der Roaming-Gebühren zu sein. ” Er möchte verhindern, dass das Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland ab 2016 zu gleichen Gebühren wie im Inland möglich wird.”, heißt es. “Telekommunikationsunternehmen sollen so offenbar vor Einbußen geschützt werden.”


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