Freitag, den 19.06.15 14:21

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Frequenzauktion: Das sagen Vodafone, Telekom und o2

telekom sendemast-landDie seit 27. Mai 2015 laufende Frequenzauktion der Bundesnetzagentur ist dreieinhalb Wochen nach ihrem Start zu Ende gegangen und hat für einige Überraschung gesorgt. Nach 16 Auktionstagen und einer Gesamtsumme von über 5 Milliarden Euro konnten sich die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica zahlreiche alte und neue Frequenzen sichern.

Frequenzauktion spült über 5 Milliarden Euro ein

Die am 27. Mai 2015 gestartete Frequenzauktion der Bundesnetzagentur ging nach gut dreieinhalb Wochen am heutigen Freitag, den 19. Mai 2015, nach insgesamt 16 Auktionstagen zu Ende. Unter den Hammer kamen nicht nur bereits genutzte, sondern auch neue Frequenzen im Umfang von 270 MHz aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz sowie 1800 MHz.

Die drei zur Auktion zugelassenen Bieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica boten in 181 Bieterrunden eine Gesamtsumme von 5,081 Milliarden Euro und übertrafen mit diesem Wert die Erlöse der letzten Versteigerung aus dem Jahr 2010. Die neu verteilten Frequenzen können ab 2016 genutzt werden und bestimmen in den nächsten Jahren die Strategie der Unternehmen.

Der nach der Fusion zwischen o2 und E-Plus im vergangenen Jahr größte Mobilfunkbetreiber Telefónica sicherte sich Frequenzblöcke von jeweils zweimal 10 MHz im Bereich von 700 MHz, 900 MHz und 1800 MHz und investierte rund 1,198 Milliarden Euro.

Telefónica investierte 1,198 Milliarden Euro

Die Spektren im Bereich 700 MHz und 1800 MHz sollen in Zukunft die LTE-Versorgung in den Großstädten und auf dem Land verdichten. Der 700 MHz-Bereich ergänzt im ländlichen Breitbandausbau die Frequenzen von 800 MHz, die das Unternehmen 2010 erworben hatte.

Die Frequenzen im Bereich 1800 MHz dienen dem Aufbau eines noch leistungsfähigeren Hochgeschwindigkeitsnetzes und sollen die Kapazitäten erweitern, um allen Kunden ein schnelleres LTE-Netz bereitstellen zu können. Der Kanal von 900 MHz kommt für GSM zum Einsatz und sorgt für eine hohe Qualität im Bereich Sprache, SMS und schmalbandige Internetverbindungen. Insgesamt vereint der Mutterkonzern hinter den Marken o2 und E-Plus nach der Auktion ein Spektrum von rund 358 MHz.

Bildquelle: Bundesnetzagentur

Bildquelle: Bundesnetzagentur

Telekom: 100 MHz für 1,8 Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom hat sich insgesamt 100 MHz der in der Auktion angebotenen 270 MHz-Palette gesichert und rund 1,8 Milliarden Euro investiert. „Wir sind mit dem Ausgang der Auktion zufrieden“, erklärt Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und Chef der Telekom Deutschland GmbH. „Mit den erworbenen Frequenzen werden wir die Digitalisierung Deutschlands weiter vorantreiben. Wir haben eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Telekom auch in Zukunft im Wettbewerb um ihre Position als bester Netzanbieter in Deutschland bestehen kann.“

Das Unternehmen erwarb zweimal 10 MHz im Bereich 700 MHz und je zweimal 15 MHz in den Segmenten 900 MHz und 1800 MHz. Hinzukommt ein Block von 20 MHz im Bereich 1500 MHz. Die Kapazitäten im 700 MHz-Band werden in Zukunft vor allem für die mobile Breitbandversorgung im ländlichen Raum genutzt und sind derzeit vor allem für den terrestrischen TV-Empfang vorgesehen. Mit der Umstellung auf DVB-T2 im Jahr 2019 werden sie frei und können vollumfänglich für den Mobilfunk genutzt werden. Der 900 MHz-Bereich kommt hingegen für GSM und damit verbundene Dienste zum Einsatz.

Mit den Frequenzen im 1500 MHz- und 1800 MHz Band wird die Breitbandversorgung in Städten und Ballungsgebieten vorangetrieben. „Hier haben wir die Frequenzen ersteigert, die wir für unseren weiteren Breitbandausbau und die steigenden Bedürfnisse unserer Kunden benötigen“, bestätigt Niek van Damme.

Vodafone sicher sich Kapazität für Sprach- und Datendienste

Der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone hat sich im Vergleich die meisten Frequenzen gesichert und dafür in Summe 2,09 Milliarden Euro geboten. Das Unternehmen erhält jeweils zweimal 10 MHz in den Bereichen 700 MHz und 900 MHz sowie zweimal 25 MHz in Segment 1800 MHz und 20 MHz im Bereich 1500 MHz.

Vodafone Frequenzen

Von Vodafone erworbene Frequenzen

„Wir haben in dieser Auktion ein sehr gutes Ergebnis erzielt und konnten nicht nur die meisten, sondern vor allem sehr wertvolle Frequenzen für uns sichern“, erklärt Jens Schulte-Bockum, scheidender CEO von Vodafone Deutschland. „Mit dem ersteigerten Spektrum bauen wir unsere Position im Wettbewerb und die Qualitätsführerschaft nachhaltig aus. Unsere Kunden profitieren damit zukünftig von einer noch höheren Breitbandverfügbarkeit, gesteigerter Netzqualität und besseren Services. Schon mit unserem derzeitigen Netzmodernisierungs-Programm haben wir in kurzer Zeit viel erreicht. Das haben uns zahlreiche unabhängige Tests bestätigt. Auf diesen Erfolgen wollen wir uns nicht ausruhen, sondern greifen weiter an.“

Das Unternehmen plant, die reichweitenstarken und durch ihre gute Gebäudeverfügbarkeit gekennzeichneten Spektren im Bereich 700 MHz für eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigem mobilem Breitband zu verwenden. Die Frequenzen im Bereich 900 MHz kamen bereits in der Vergangenheit vor allem für die Sprachtelefonie zum Einsatz und werden auch in Zukunft für Sprach- und Datendienste reserviert. Die Kapazitäten im Segment 1800 MHz und 1500 MHz werden hauptsächlich für den mobilen Datentransfer in den Städten und in ländlichen Regionen genutzt und erhöhen nicht nur die Geschwindigkeiten, sondern auch die Netzkapazitäten.


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