Donnerstag, den 02.07.15 10:01

aus der Kategorie: DSL & Internet

connect-Festnetztests 2015: Diese Anbieter überzeugen

connect Festetz 2015Im von der Fachzeitschrift connect und dem Netztest-Experten zafaco durchgeführten Festnetztest zeigte sich der Provider 1&1 als Überraschungssieger. Der im rheinland-pfälzischen Montabaur ansässige Anbieter bot im Test die beste Mischung aus Festnetztelefonie, dem Zugang zum Internet und der Videowiedergabe. Weniger überzeugend fiel das Ergebnis für Vodafone, Kabel Deutschland und Unitymedia aus.

Festnetztest von connect und zafaco

Zum sechsten Mal in Folge haben das Fachmagazin connect und der Netztest-Spezialist zafaco die Qualität deutscher Festnetz- und Internetanbieter überprüft und die Angebote auf Stärken und Schwächen untersucht. Neben klassischen DSL-Tarifen unterzogen die Spezialisten im Zeitraum zwischen 18. Mai und 14. Juni 2015 auch populäre Angebote im Kabelnetz einem genauen Test und führten an 36 Standorten insgesamt 1,7 Millionen Messungen durch.

Analysiert wurde nicht nur die Sprachqualität, sondern auch die jeweiligen Datenraten und weitere Aspekte, die für eine komfortable Kommunikation entscheidend sind. Die Tests wurden mit den Original-Endgeräten der Anbieter und mit der jeweils aktuellen Firmware durchgeführt und fanden automatisiert rund um die Uhr statt. Um die Ergebnisse durch eventuelle Wartungsarbeiten nicht zu gefährden, legte zafaco zwischen 2 Uhr und 5 Uhr morgens eine Messpause ein.

Mit insgesamt 449 von 500 möglichen Punkten sicherte sich der rheinland-pfälzische Provider 1&1 den ersten Platz und das Testurteil „sehr gut“. Im Vorjahr wurde diese Position von der Deutschen Telekom belegt, die sich in diesem Jahr mit 417 Punkten und der Note „gut“ mit dem zweiten Platz zufrieden geben muss. Platz drei erreichte mit 397 Punkten Telefónica o2.

Festnetz-Sieger 1&1

1&1 konnte in allen Kategorien das höchste Ergebnis erzielen und bot im Test den besten Mix aus Sprachtelefonie, Internet, Video- und Gaming-Inhalten und Web-TV. In der Kategorie „Sprachtelefonie“ erreichte der Provider 173 von 200 möglichen Punkten, in den Bereichen „Uploads und Downloads“ und „Webseiten und Gaming“ jeweils 91 von 100 Punkten sowie beim „Web-TV“ 94 von 100 Punkten.

Die Deutsche Telekom liegt in diesem Jahr hinter den 1&1-Ergebnissen zurück und erreichte lediglich den zweiten Platz. Der Bonner Netzbetreiber fuhr in den Kategorien „Sprachtelefonie“,  „Uploads und Downloads“ und „Webseiten und Gaming“ jeweils 166 Punkte, 81 Punkte und 83 Punkte ein. Der Bereich „Web-TV“ erreichte 87 Punkte.

Platz drei wird von Telefónica o2 belegt. Der Netzbetreiber konnte im Großen und Ganzen mit den beiden Konkurrenten mithalten, zeigte jedoch Einbußen bei der Sprachtelefonie, heißt es. Die Münchner fuhren in den Bereichen „Sprachtelefonie“,  „Uploads und Downloads“ und „Webseiten und Gaming“ jeweils 147 Punkte, 76 Punkte und 81 Punkte ein. In der Kategorie „Web-TV“ zog Telefónica an der Telekom vorbei und liegt mit 93 Punkten knapp über dem Ergebnis des Zweitplatzierten.

connect Festnetz DSl 2015

Kabelanbieter auf den letzten Plätzen

Abseits des Siegertreppchens reihen sich Vodafone, Kabel Deutschland und Unitymedia ein. Vodafone konnte bereits im letzten Jahr nicht vollständig überzeugen und belegte lediglich einen Platz im Mittelfeld. Auch in diesem Jahr erreichte der Düsseldorfer Netzbetreiber mit 374 Punkten lediglich Platz vier und die Note „befriedigend“. Der seit einiger Zeit zu Vodafone gehörende Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland landete auf Platz fünf, erreichte gerade einmal 348 Punkte und das Testurteil „befriedigend“.

Noch schlechter schnitt mit 333 Punkten der Konkurrent Unitymedia ab und zeigte vor allem bei der Sprachtelefonie und dem Web-TV die schlechtesten Ergebnisse. Noch im letzten Jahr hatte der in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg aktive Anbieter den zweiten Platz erreicht. Als Ursache für das schlechte Abschneiden sehen die Tester den Zusammenschluss mit Kabel BW im Jahr 2012 an. Obwohl die Angebote und der Auftritt bereits vereinheitlicht wurden, deuten die Ergebnisse auf eine noch immer getrennte Netztechnik hin.

Neben den überregional tätigen Unternehmen untersuchten die Tester auch die regionalen Breitband-Netzbetreiber EWE, M-net und Net Cologne. Während EWE mit insgesamt 408 Punkten und der Note „gut“ überzeugte, reichte es bei M-net mit 356 Punkte gerade einmal für ein „befriedigend“. Das schlechteste Ergebnis des ganzen Tests lieferte Net Cologne mit mageren 280 Punkten und der Note „ausreichend“.

Weitere Informationen und Details zum Netztest und den Ergebnissen sind über www.connect.de/dsltest abrufbar.


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