Freitag, den 31.07.15 12:55

aus der Kategorie: Mobilfunk

Handy-Klau: Gestohlenes Handy verursacht 90.000 Euro Rechnung

© olly - Fotolia.comWer sein Smartphone mit auf Reisen nimmt, sollte sich vor Langfingern in Acht nehmen. Nachdem einem niedersächsischen Paar auf einem Städtetrip das Handy gestohlen worden war, flatterte eine Rechnung von rund 90.000 Euro ins Haus. Obwohl der Besitzer eine sofortige Sperrung beauftragt hatte, hatten die Diebe genügend Zeit, dutzendfach eine Nummer im Ausland anzurufen.

Handy-Diebstahl kostet 90.000 Euro

Auf einem Städtetrip ins spanische Barcelona stahlen Diebe das Smartphone eines Paares aus der Nähe von Hannover und verursachten eine horrende Mobilfunkrechnung. Das ahnungslose Pärchen ließ den Abend in einer Kneipe in der Altstadt ausklingen als der Mann auf dem Weg zur Toilette von mehreren Männern angerempelt wurde.

Dabei entwendenden die Männer offenbar das Mobiltelefon des Mannes und nutzen das Gerät, um ins Ausland zu telefonieren. Der Bestohlene bemerkte den Verlust erst am nächsten Morgen und ließ die Mobilfunknummer sofort über seinen Anbieter mobilcom-debitel sperren.

In den Stunden dazwischen hatten die Diebe allerdings genügend Zeit, um eine horrende Mobilfunkrechnung zu verursachen. Diese betrug in Summe 89.956,81 Euro, war 33 Seiten lang und listete insgesamt 3974 Gespräche auf. Offenbar wurde immer wieder eine einzige Nummer im weißrussischen Minsk kontaktiert, die die hohen Kosten begründete. Obwohl sich das Pärchen an seinen Mobilfunkanbieter wandte und die Situation erklärte, beharrte dieser auf der Summe.

Handyrechnung von 90.000 Euro

Offenbar kein Einzelfall. Wie das hinzugezogene Sat.1-Magazin „Akte 20.15“ herausfand, waren in Barcelona spezielle Banden aktiv, die über gestohlene Handys und Simkarten massenhaft teure Anrufe tätigten. Offenbar wurde erst vor wenigen Wochen eine Bande festgenommen, die im großen Stil Smartphones und Handys entwendet und mit ihnen im Fünf-Sekunden-Takt teure ausländische Rufnummern kontaktiert hatte. Die Gespräche gingen meist rund zehn Minuten und wurden parallel von einer Simkarte aus geführt. Der Mobilfunkchip wurde zu diesem Zweck offenbar mit Hilfe einer Software manipuliert.

Nachdem auch die Akte-Redaktion nachgehakt hatte, zeigte der Mobilfunkanbieter des Paares Kulanz und erließ die horrende Rechnungssumme von knapp 90.000 Euro. Der gesamte Beitrag ist über die Homepage von Akte 20.15 abrufbar.

Bildquelle: © olly – Fotolia.com & iStockphoto.com/MathieuViennet


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