Mittwoch, den 19.08.15 15:03

aus der Kategorie: Mobilfunk, TopNews

Vorsicht Falle: Das sollten Sie bei Mobilfunkverträgen beachten

© Benicce - Fotolia.comIn den vergangenen Jahren haben sich die Preise und Inhalte zahlreicher Mobilfunkverträge stark verändert. Neben verbesserten Konditionen wurden auch die Abrechnungsmodelle angepasst und die Mobilfunkleistungen um attraktive Zusatzoptionen erweitert. Doch nicht immer sind die Tarife und Optionen leicht durchschaubar und bergen Kostenfallen, die es zu umschiffen gilt.

Mobilfunkverträge genau prüfen

Die wichtigsten Hilfsmittel, um versteckte Kostenfallen oder ungenau deklarierte Optionen zu entdecken, sind das eigene Auge und der gesunde Menschenverstand. Obwohl Mobilfunkverträge häufig umfassende Inhalte, Konditionen und Absprachen enthalten, nehmen sich nur wenige Kunden die Zeit, zu überprüfen, was sie genau unterschreiben. Das zur Unterschrift vorgelegte Vertragsdokument fasst die besprochenen oder im Internet ermittelten Inhalte zusammen und gilt als Grundlage für die weitere Geschäftsbeziehung.

Natürlich können dabei immer Fehler passieren, sei es aus Unachtsamkeit, Systemproblemen, falschen Klicks oder ähnlichem, die sich in der Regel vor der Unterschrift jederzeit ändern lassen. Problematisch wird es, wenn Eingabefehler oder falsche Buchungen erst später auffallen und beispielsweise erst auf der dritten oder vierten Rechnung entdeckt werden. In diesem Fall ist der Nachweis der falschen Buchung meist nur schwer und eine Klärung nicht immer zur Zufriedenheit aller möglich.

Unabhängig von ungewollten Fehlern nutzen natürlich auch die Anbieter immer wieder verschiedene Tricks, um den Kunden Optionen oder andere Mehrwerte aufzubuchen. In vielen Fällen werden diese nicht klammheimlich aktiviert, sondern sind hinter wohlklingenden Namen oder positiv wirkenden Optionen versteckt, die für einige Zeit Vorteile bieten, sich jedoch auch schnell zur Kostenfalle entwickeln können.

Rabattaktionen, Gratis-Optionen und Co. genau prüfen

Vor allem Rabattaktionen bergen die Gefahr, als solche unbeachtet zu bleiben. In der Regel werden bestimmte Vorteile, etwa niedrigere Monatspreise, ein höheres Datenvolumen oder Gratis-Zugaben, nur für einen festgelegten Zeitraum gewährt. Von wenigen Monaten bis zu einem Jahr oder für die Dauer der allgemeinen Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten ist alles möglich. Prüfen Sie also genau, ob der vermeintliche Schnäppchenpreis tatsächlich von Dauer ist oder nur für wenige Monate gewährt wird. Gilt die Aktion für 24 Monate, behalten Sie im Hinterkopf, dass in den meisten Fällen eine Kündigungsfrist eingehalten werden muss, bevor sich der Tarif automatisch um ein weiteres Jahr verlängert und gegebenenfalls zum Vollpreis abgerechnet wird.

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Gleiches gilt für eventuell aufgebuchte Zusatzoptionen, etwa einer Musikflat oder einem Streaming-Abo. Immer mehr Anbieter nehmen derartige Angebote in ihr Portfolio auf und bedienen mit ihnen die wachsende Fangemeinde verschiedener Musik-, Video-, Hörbücher- oder anderen Medieninhalte. Nicht immer sind diese Optionen dauerhaft kostenfrei, sondern können lediglich wenige Monate ohne Aufpreis getestet werden. Geht im Anschluss keine fristgerechte Kündigung ein, verlängern sich die Optionen automatisch und schlagen mit ihren regulären Kosten zu Buche.

Informieren Sie sich deshalb genau, welche Optionen, Aktionen und Rabatte in Ihrem Tarif inkludiert sind, wann diese enden, wie sie gegebenenfalls gekündigt werden können und welche möglichen Zusatzkosten auf sie zukommen.

Flatrate-Inhalte und Datenautomatiken

Eine weitere mögliche Kostenfalle sind die gebuchten Tarifinhalte selbst. Obwohl die meisten Anbieter ihre Tarife mit Flatrates und pauschalen Abrechnungen anbieten, bergen diese auf den ersten Blick unbegrenzten Inhalte mitunter Überraschungen. In den vergangenen Jahren war es üblich, Internetflatrates zwar als solche zu verkaufen, in Wahrheit jedoch nur eine bestimmte Datenmenge mit Highspeed-Geschwindigkeit zu inkludieren. Wurde die Volumengrenze erreicht, wurde die Geschwindigkeit auf GPRS-Niveau, häufig mit einem Maximum von 64 Kbit/s oder 56 Kbit/s, reduziert.

Diese Regel wird durch die Datenautomatiken immer mehr aufgeweicht. Neben den beiden Telefónica-Marken BASE und o2 setzt auch Vodafone auf eine solche Automatik, hinzukommen verschiedene Discounter, etwa die Drillisch-Marken hellomobil, simply und Co. Das System der Datenautomatik sieht nach Erreichen der Volumengrenze keine Drosselung vor. Im Gegenteil, im Anschluss werden ein- oder mehrmals zusätzliche Datenkontingente für wenige Euro zugebucht. Wer nicht aufpasst, hat so schnell eine deutlich höhere Rechnung als geplant. Einige Anbieter, etwa BASE, buchen mitunter automatisch eine Datenoption zu, sobald die Automatiken mehrfach hintereinander ausgereizt wurden.

Drosselung der DSL Geschwindigkeit

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Informieren Sie sich deshalb genau, welche eventuellen Nachberechnungen auf sie zukommen. Die meisten Anbieter mit Datenautomatik bieten ihren Kunden eine Deaktivierung an und richten auf Wunsch eine reguläre Drosselung ein. In anderen Fällen werden Kunden per SMS informiert, sobald die Automatik aktiviert wird und können dieser aktiv widersprechen.

Ähnlich verhält es sich auch mit Minuten- und SMS-Kontingenten und ihren möglichen Folgepreisen sowie mit Sprach-Flatrates, die nicht immer unbegrenzt sind, sondern ein bestimmte Maximum an monatlich zur Verfügung gestellten Minuten oder Stunden beinhalten. Entsprechende Informationen sind in der Regel im Kleingedruckten des Tarifs zu finden. Bei Überschreitungen der Grenzen behalten sich die Anbieter mitunter eine vorzeitige Vertragsauflösung vor.

Bildquelle: © Benicce – Fotolia.com


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