Montag, den 12.10.15 15:05

aus der Kategorie: DSL & Internet

Betrüger eröffnen Onlineshops mit gestohlenen Namen

Online-shop-mftEinem Bericht des Radioprogramms NDR Info zufolge werden die persönlichen Daten hunderter Betroffener zur Eröffnung von Onlineshops verwendet. Betrüger machen sich die Angaben zunutze, um ahnungslosen Internetnutzern gefälschte Artikel, etwa Turnschuhe oder Brillen, zu verkaufen. Das Problem: Als potentieller Inhaber haften im Zweifel die ahnungslosen Namensgeber.

Betrüger nutzen falsche Namen

Identitätsdiebstähle sind keine Seltenheit, werden durch den täglichen Umgang mit Internet und Smartphone jedoch immer populärer. Kein Wunder, der ständige Draht zum World Wide Web und ein meist sorgloser Umgang mit der eigenen Privatsphäre machen es Betrügern einfach, an persönliche Daten und Informationen zu gelangen.

Wie der NDR berichtet, wurden offenbar hunderte Internetnutzer Opfer einer Betrugsmasche, die sich deren Namen und Adressen zu Nutze macht. Betrüger, zumeist ansässig in China, nutzen die Informationen, um unter falschem Namen Onlineshops zu eröffnen, über die sie gefälschte Markenware verkaufen. Zum Portfolio gehören nicht nur Markenbrillen, sondern auch Turnschuhe und andere begehrte Produkte, die derzeit offenbar besonders häufig gefälscht werden. Im Bericht ist von einer „Welle an Produktfälschungen“ die Rede.

Betroffen sind den Angaben zufolge mehrere einhundert Personen, deren Namen im Impressum der Fake-Shops genutzt werden und die in diesem als Inhaber der Web-Präsenz genannt werden. „NDR Info und das Verbrauchermagazin Markt fanden in einer gemeinsamen Recherche die Daten von 250 Betroffenen aus Deutschland und Europa, die größtenteils noch gar nichts vom Diebstahl ihrer Identität wussten“, heißt es.

Identitätsdiebstahl kann teuer werden

Die ahnungslosen Opfer haben offenbar vor einiger Zeit selbst in einem gefälschten Onlineshop eingekauft und den Betrügern damit ihre Daten zur Verfügung gestellt. „Die Daten werden mit Schadsoftware abgegriffen. Sie verstecken sich hinter falschen Online-Shops, Phishing-Mails oder kommen als Trojaner auf den Computer“, berichtet der NDR. Das Ganze hat mitunter weitreichende Folgen, als Inhaber der Shops können sie im Zweifel zur Rechenschaft gezogen werden und müssen gegebenenfalls für die gefälschten Artikel gerade stehen.

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Entdecken die Original-Firmen die gefälschten Artikel, können sie gegen den Onlineshop Anzeige erstatten. Die Ermittlungsbehörden konzentrieren sich dann vor allem auf den vermeintlichen Inhaber, der im Impressum genannt wird, und konfrontieren ihn mit seinem angeblichen Onlineshop. Dieser muss dann seinerseits erklären, dass er mit der Produktpiraterie nichts zu tun hat.

Problematisch kann das vor allem in den USA werden. „Viele US-Urteile werden mit einem Haftbefehl vollstreckt, die Beschuldigten werden aber nicht immer informiert“, erklärt der Hamburger Rechtsanwalt Klaus Lodigkeit gegenüber NDR. Sollten die so Verurteilten im Anschluss in die USA einreisen wollen, drohen die Verhaftung am Flughafen und ein möglicherweise mehrwöchiger Gefängnisaufenthalt, bis der Sachverhalt geklärt werden kann.


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