Mittwoch, den 28.10.15 16:21

aus der Kategorie: Software

DroidJack: Kauf der Spionage-Software führt zu Razzia

© Benicce - Fotolia.comDroidJack – Viele Smartphone-Nutzer suchen nach Wegen, um die mobile Kommunikation von Lebens- und Ehepartnern auszuspionieren. Vom Kauf der Spionage-Software DroidJack sollte jedoch Abstand genommen werden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilt, fanden jüngst europaweit Hausdurchsuchungen bei Käufern des Programms statt.

DroidJack-Kauf führte zur Razzia

In vielen Beziehungen ist es üblich, dass ein Partner den anderen überwacht und versucht, die mobile Kommunikation auszuspähen. Auch in unserem Forum www.mobilfunk-talk.de finden sich immer wieder Anfragen verunsicherter User, die nach Wegen suchen, um die Telefonate, SMS oder andere Aspekte der Mobilfunknutzung ihres Lebens- oder Ehepartners abzufangen.

Ein solches Programm stellt auch die Spionage-Software DroidJack dar, die über verschiedene Online-Shops und Homepages käuflich erworben werden kann. Käufer der Software zogen jedoch die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaft auf sich und rückten ins Visier der Ermittlungsbehörden.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilt, fanden in den letzten Tagen in ganz Europa Hausdurchsuchungen bei potentiellen DroidJack-Käufern statt. Betroffen waren auch dreizehn deutsche Kunden aus den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die das Programm in den Jahren 2014 und 2015 erworben hatten. Weitere Durchsuchungen fanden in Großbritannien, Frankreich, Belgien und der Schweiz statt.

Verdacht auf Ausspähen und Computerbetrug

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet: Verdacht des Ausspähens von Daten und des Computerbetrugs. “Den Beschuldigten im Alter zwischen 19 und 51 Jahren wird zur Last gelegt, in den Jahren 2014 und 2015 über das Internet die Smartphone-Schadsoftware „DroidJack“ erworben und eingesetzt zu haben”, heißt es. “Die Schadsoftware ist für Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android konzipiert und eröffnet die Möglichkeit, die Kontrolle über das infizierte Smartphone vollständig zu übernehmen.”

© Creativa - Fotolia.com

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DroidJack könne den Angaben zufolge zur Überwachung des Datenverkehrs und zum Abhören von Telefongesprächen und Umgebungsgesprächen genutzt werden sowie zum Senden von SMS, zum Führen von Telefongesprächen und zur Aufnahme von Bildern über die im Smartphone integrierte Kamera. Über das GPS-Modul lässt sich zudem der Standort ermitteln.

“Die Software ist kein sogenanntes „dualuse“-Tool, welches beispielsweise von IT Sicherheitsfirmen zu Sicherheitstests eingesetzt wird, sondern dient ausschließlich dazu, kriminelle Handlungen zu begehen”, erklärt die Generalstaatsanwaltschaft. “Die Infektion von Smartphones durch die Schadsoftware kann unter anderem dadurch erfolgen, dass legale Programme, wie etwa Smartphone-Computerspiele, mit einem Schadcode infiziert werden. Die Schadsoftware ist derart konzipiert, dass sie auch von versierten Smartphone-Nutzern nicht ohne weiteres entdeckt werden kann.”

Bildquelle: © Benicce – Fotolia.com


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2 Kommentare zu DroidJack: Kauf der Spionage-Software führt zu Razzia

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  2. Martin schrieb am 29.10.2015 um 07:45

    Wenn man so “krank” ist und seinen Lebenspartner überwacht, der sollte die Beziehung besser gleich beenden oder sich behandeln lassen.

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