Montag, den 16.11.15 11:48

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o2: Fusion mit E-Plus bringt Kundenvorteile

Telefónicao2-E-Plus Fusion – Rund ein Jahr nach der Fusion mit der ehemaligen KPN-Marke E-Plus zieht Telefónica-Chef Thorsten Dirks Bilanz und verspricht in einem Interview weitere Investitionen in den Netzausbau. In den Augen des Managers hat die Fusion dem Wettbewerb nicht geschadet, sondern ihn im Gegenteil gestärkt.

o2-E-Plus Fusion vor einem Jahr

Im August 2014 übernahm der hinter dem Mobilfunkbetreiber o2 stehende Konzern Telefónica die KPN-Marke E-Plus und führt seitdem beide Netze schrittweise zusammen. Neben Plänen für den Stellenabbau und Veränderungen in der Marken- und Angebotsstruktur brachte die o2-E-Plus Fusion auch einige Vorteile mit sich. Seit einigen Monaten können o2- und E-Plus-Kunden im Rahmen des National Roamings auf das jeweils andere Netz zugreifen und so auch in wenig ausgebauten Gebieten mobil kommunizieren.

In einem Interview mit der Welt äußert sich Telefónica-Chef Thorsten Dirks zum Status Quo nach dem Zusammenschluss und zieht ein positives Resümee: “Wir haben im ersten Jahr der Integration große Fortschritte gemacht und können an alle unsere Vorhaben einen Haken machen.”

Insgesamt 1.600 Arbeitsplätze sollen weichen, den Angaben zufolge wurde über 800 von ihnen bereits entschieden. Die restlichen 800 Stellen sollen bis 2018 folgen und nach und nach abgebaut werden. Grundlage dafür ist ein mit dem Betriebsrat ausgehandelter Rahmensozialplan, der ein umfassendes Abfindungsprogramm für freiwillig ausscheidende Mitarbeiter vorsieht.

o2 sieht Vorteile in Marktkonsolidierung

Kritik musste Telefónica im vergangenen Jahr vor allem für die Reduzierung von ehemals vier auf drei Netzbetreiber einstecken. Zahlreiche Marktakteure sahen den Wettbewerb in Gefahr und befürchteten steigende Preise. Thorsten Dirks gibt jedoch Entwarnung: “Auch mit drei Netzbetreiber ist der Markt weiter sehr dynamisch. So sind in den letzten Jahren viele neue Anbieter hinzugekommen – davon profitieren die Verbraucher. Es stehen ja nicht nur die Netzbetreiber im Wettbewerb miteinander, sondern alle Marktteilnehmer. Etliche dieser Anbieter sind auf unseren Netzen unterwegs, wie beispielsweise 1&1 oder die Drillisch-Marken. Im Prepaid-Markt spielen Marken wie AldiTalk mittlerweile die weitaus größere Rolle.”

Die Fusion hatte den Angaben zufolge vor allem das Ziel, “einen wettbewerbsfähigen dritten Netzbetreiber auf Augenhöhe zu schaffen.” Wie Thorsten Dirks erklärt, vereinten zum damaligen Zeitpunkt zwei Anbieter (Deutsche Telekom und Vodafone, Anm. d Red.) rund 70 Prozent der Marktanteile, jeweils 15 Prozent fielen auf zwei kleinere Anbieter (o2 und E-Plus, Anm. der Red.). Auf lange Sicht wären die beiden Kleinen von der Konkurrenz überrollt worden, meint der Manager, da sie bei den hohen Investitionsleistungen der Platzhirsche nicht mithalten konnten.

o2 E-Plus Fusion Thorsten Dirks

© O2

“Ohne die Fusion hätte es letztlich nur noch zwei Netze der vierten Mobilfunkgeneration gegeben. Nun gibt es drei. Und davon profitiert zuallererst der Verbraucher. Ich bin übrigens davon überzeugt, dass es in den meisten europäischen Ländern richtig wäre, von vier auf drei Anbieter zu konsolidieren”, ergänzt Dirks. In seinen Augen weist der europäische Mobilfunkmarkt zu viele einzelne Anbieter auf, die sich gegenseitig im Weg stehen: “Wir müssen uns aber im globalen Wettbewerb gegen viel größere Anbieter beispielsweise aus den USA behaupten. Ein Beispiel: In Europa gibt es mehr als 60 Mobilfunkanbieter, in den USA gerade einmal vier.”

Ausblick: Bestes Netz als Ziel

Auf die Pläne für die Zukunft angesprochen, erklärt der Manager, den Netzausbau weiter vorantreiben und “insgesamt das beste Netz in Deutschland […], vor allem in städtischen Gebieten” schaffen zu wollen. Bis Ende des Jahres sollen drei Viertel der deutschen Bevölkerung auf die schnellten LTE-Datenraten des Unternehmens zugreifen können. Mit ersten 5G-Geräten und -Angeboten rechnet Dirks im Jahr 2018.


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1 Kommentar zu o2: Fusion mit E-Plus bringt Kundenvorteile

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  1. Renski schrieb am 22.11.2015 um 17:15

    In Großstädten kann das E-Plus doch schon gut mithalten. Ich habe als Vergleich Telekom (Geschäftshandy) und hier muss sich E-Plus nicht verstecken. Wenn man dann sieht was für kostengünstige Tarfe z.B. Aldi Talk bietet ist das schon eine Top Option für viele Nutzer.

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