Donnerstag, den 17.12.15 14:31

aus der Kategorie: Microsoft

Verbraucherzentrale mahnt Microsoft Zwangs-Update ab

Windows Update Windows 10Microsoft Update – Der Start der neuen Betriebssystemversion Windows 10 liegt bereits einige Wochen zurück, dennoch stößt das Vorgehen des Software-Giganten Microsoft der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg noch immer sauer auf. Kern des Anstoßes ist der Zwangs-Download der 6 GB großen Update-Datei, der nun zu einer Abmahnung führte und in kürze in einer gerichtlichen Auseinandersetzung enden könnte.

Microsoft Update in der Kritik

Bereits vor dem Release des neuen Betriebssystems Windows 10 bot Microsoft seinen Kunden eine Vorabregistrierung an, mit der sich Windows 7- und Windows 8-Nutzer für das Windows Updates anmelden konnten. Microsoft versprach, nach der Registrierung sofort darüber zu informieren, sobald das Update für den Rechner zur Verfügung steht.

Wer glaubte, ohne Registrierung vom Windows Update verschont zu bleiben, irrte jedoch. Microsoft stellte die Installationsdatei allen Nutzern zur Verfügung, auf deren Rechner Windows 7 oder Windows 8 zum Einsatz kam – unabhängig davon, ob diese an einem Wechsel zu Windows 10 interessiert waren oder nicht.

Das Problem: Die Installationsdatei für Windows 10 war rund 6 GB groß und wurde im Hintergrund ohne Zustimmung und meist auch ohne Wissen der Nutzer heruntergeladen und auf dem Rechner gespeichert. Wer sich später für das Update entschied, konnte sofort mit der Installation beginnen. Wer weiterhin auf Windows 10 verzichten wollte, wurde die 6 GB große Datei, die versteckt in einem Systemordner auf ihren Einsatz wartete, nur schwer wieder los – sofern er denn etwas von ihrer Existenz wusste.

Verbraucherzentrale mahnt Microsoft ab

Für die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg handelt es sich bei dem Datenpaket um einen „Zwangsdownload“, für den die Zustimmung der Nutzer fehlt und der ohne jegliche Information vorgenommen wird. Ob Microsoft-Kunden mit der Installation einverstanden sind, wird erst mit dem tatsächlichen Start des Updates abgefragt. Zu diesem Zeitpunkt schlummert die Datei meist schon seit längerem auf der Festplatte.

Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

„Für die Verbraucherzentrale stellt dieses Vorgehen eine unzumutbare Belästigung dar, da Nutzer sich nach dem Download aktiv um eine Beseitigung der aufgedrängten Installationsdateien bemühen müssen“, erklären die Verbraucherschützer und sprachen eine Abmahnung aus. Allerdings weigert sich Microsoft, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Die Verbraucherzentrale prüft aus diesem Grund rechtliche Schritte.

Kritisiert wird das Zwangsupdate auch, weil es unnötig Speicherkapazität belegt. Gerade kleinere oder nahe an der Kapazitätsgrenze arbeitende Festplatten könnten mit dem 6 GB großen Paket überfordert sein. „Bei schnellen SSD-Festplatten beispielsweise kann das Paket mehr als 10 Prozent des zur Verfügung stehenden Gesamtspeicherplatzes ausmachen“, heißt es. „Auch bei Internetanschlüssen, die nur ein bestimmtes Datenvolumen im Monat zulassen, kann ein solcher „Zwangsdownload“ zu Problemen führen:“

Betroffene Nutzer wissen meist nicht, dass der rasend schnelle Verbrauch ihres Datenvolumens oder der plötzlich deutlich verringerte Speicher auf das Microsoft Update zurückzuführen sind. Die Suche nach dem Verursacher gestaltet sich vor allem für Laien schwierig, ob eine manuelle Löschung des Dateipakets von dauerhaftem Erfolg ist oder ob Microsoft den Download kurz darauf erneut initiiert ist zudem ungewiss.


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