Freitag, den 26.02.16 14:10

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o2 verliert Datenautomatik-Klage und legt Berufung ein

o2Urteil gegen o2 Datenautomatik – Bereits am 11. Februar 2016 wurde vor dem Landgericht München über die Datenautomatik der Mobilfunkanbieter o2 und Vodafone geurteilt. Weiterführende Informationen zur Entscheidung des Gerichts blieben bislang aus. Nun jedoch verkündet o2 in einer Pressemitteilung, dass das Unternehmen eine offizielle Berufung gegen das Urteil einlegen werde. Offenbar erlitten die beiden Anbieter eine Niederlage vor Gericht.

vzbv gewinnt Klage gegen Datenautomatik

Nach dem Urteil zur Gültigkeit eines unbegrenzten Datenvolumens konnte der Verbraucherzentrale Bundesverband am 11. Februar 2016 auch eine Klage vor Gericht für sich entscheiden, die sich gegen die Datenautomatik aussprach. Nicht nur die Mobilfunkanbieter Vodafone und o2 verwenden die Datenautomatik in ihren aktuellen Tarifen, sondern auch die zahlreichen Drillisch-Marken.

Für viele Mobilfunkanbieter ist das Urteil gegen die Datenautomatik daher richtungsweisend, weshalb o2 bereits eine Berufung gegen das Urteil eingelegt hat. So heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung von o2:

Telefonica Deutschland hält das Urteil nach einer ersten Prüfung der Urteilsbegründung für falsch und hat umgehend Berufung eingelegt […] Aus Sicht von von Telefonica Deutschland stellt die Datenautomatik einen Bestandteil der Hauptleistung des gewählten Tarifs dar und ist keine davon unabhängige Zusatzleistung, wie vom Gericht gedeutet.

Datenautomatik oft Tarifbestandteil

Die Datenautomatik ist mittlerweile in vielen Handyverträgen Tarifbestandteil. Ist das Inklusivvolumen für den jeweiligen Monat aufgebraucht, wird durch die Datenautomatik automatisch bis zu 3 x pro Monat weiteres Datenvolumen hinzugebucht, ehe die bisherige Internet-Drosselung greift.

Telefónioca o2 Datenautomatik

Die Logik hinter der o2 Datenautomatik

Was sich zunächst nach einem tollen Service anhört, kann für Verbraucher zu zusätzlichen Kosten führen, da sich die Datenautomatik bei einigen Mobilfunkanbietern teilweise (z.B. Drillisch-Marken) nicht deaktivieren lässt und jede Nachbuchung zwischen 2 und 5 Euro kostet. Wünscht der Verbraucher keine weiteren Kosten muss er den Internetzugang unter Umständen vorläufig deaktivieren – der Handytarif ist bei manchen Anbiern somit nur noch eingeschränkt nutzbar.

o2 selbst bietet eine Deaktivierung der Datenautomatik an und stellt die Datenautomatik auf Wunsch auf die klassische Drosselung um. Dieser Vorgang muss jedoch vom Kunden telefonisch oder schriftlich beauftragt werden, eine Deaktivierung über die Shops ist seit Oktober 2015 nicht mehr möglich. Das Urteil vom 11. Februar 2016 ist noch nicht rechtskräftig, da Telefonica Berufung eingelegt hat. Nun muss sich das Oberlandesgericht München mit der Thematik befassen.


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