Mittwoch, den 02.03.16 16:45

aus der Kategorie: Mobilfunk

Verbraucherschützer warnen vor Onlinekündigung und -vormerkung

© vege - Fotolia.comVerbraucherschützer warnen vor Onlinekündigung – Um ihren Kunden eine Kündigung zu erleichtern, bieten einige Mobilfunkanbieter die Onlinekündigung bzw. die Vormerkung der Kündigung im Onlineportal an. Was auf den ersten Blick nach einer kundenfreundlichen Maßnahme klingt, dient jedoch viel mehr dazu, den Kunden weiterhin an sich zu binden. Ein System, vor dem nun auch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt.

Verbraucherschützer warnen

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt davor, das Angebot einiger Mobilfunkanbieter anzunehmen, die Vertragskündigung online vorzumerken. Was auf den ersten Blick bequem klingt und mit wenig Aufwand verbunden scheint, dient den Anbietern vorrangig dazu, den Kunden weiterhin an sich zu binden.

In den meisten Fällen stellt die Angabe im Onlineportal lediglich eine Vormerkung dar, die binnen einer bestimmten Frist bestätigt werden muss. Verstreicht die Frist, ohne das sich der Kunde meldet, wird die Kündigung ungültig und nicht wie gewünscht umgesetzt. Erst wenn der Kunde die Hotline kontaktiert und seinen Kündigungswunsch erneut vorträgt, wird dieser entsprochen.

Mit diesem Anruf verknüpfen die Anbieter jedoch vor allem eines: Ein neues Angebot und eine weitere Bindung. Ruft der wechselwillige Kunde die Hotline an, kann diese ihn gezielt auf die Kündigung ansprechen und ein neues Angebot unterbreiten – meist zu deutlich besseren Konditionen als bisher.

Onlinekündigung eine Mogelpackung

Mit dem System der Onlinevormerkung sichern sich die Anbieter den Kontakt zum Kunden, da dieser sich selbst melden und nicht von der Rückholabteilung angerufen werden muss. So wird sichergestellt, dass tatsächlich ein Angebotsgespräch stattfindet und der Kunde die Rückholanrufe nicht einfach ignoriert. Der Kündigungsprozess selbst verzögert sich jedoch deutlich und wird erschwert statt erleichtert.

Die Verbraucherschützer raten dazu, eine Kündigung weiterhin auf dem klassischen Weg per Post einzureichen, um den telefonischen Angeboten zu entgehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, versendet das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein. Dadurch kann im Zweifel nachgewiesen werden, dass die Kündigung tatsächlich beim Anbieter angekommen ist.

Bildquelle: © vege – Fotolia.com


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